"Feuerwerker" sorgen für viel Heiterkeit
Gelungenes bei den Operettenfestspielen Murau.

Foto © BARFUSS"Das Feuerwerk" von Paul Burkhard zündet
MURAU. Das titelgebende Feuerwerk kommt eher am Rande vor und die bekanntesten Melodien -"O mein Papa" und das Lied vom Pony Jonny - sind nicht unbedingt die besten Einfälle von Paul Burkhard (1911 - 1977) für seine musikalische Komödie. Auch der Zirkus, dessen Direktor eine der Hauptfiguren in dem Stück ist, mag nicht mehr so faszinierend sein wie 1950 im Münchner Gärtnerplatztheater bei der Uraufführung von "Das Feuerwerk".
Das sind keine Einwände gegen die Produktion der 15. Murauer Operettenspiele. Thomas Platzgummer zündet mit seinen Musikern und dem Chor jedenfalls Feuerwerke und die Inszenierung von Wolfgang Atzenhofer (auch Bühne und Kostüme) sorgt für Heiterkeit im Festsaal der Arbeiterkammer. Das heißt, ganz heiter konnte der Schluss mit seiner unvermindert aktuellen Spitze gegen das Spießbürgertum nicht stimmen.
Unter den 14 sehr verdienten Solisten ragen Willibald Oberzaucher als umwerfend komischer Onkel Gustav hervor sowie Lukas Wachernig als Diener Johann im Löwenkostüm. Christine Fasser singt die beiden Schlager des Komponisten betörend schön, während ihr Bühnengatte Michael Becker als Zirkusdirektor Obolski vor allem als Persönlichkeit besticht. ERNST SCHERZER















