Ars Electronica mit neuen Darstellungen der Welt

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Die zentrale Ausstellung des Ars Electronica Festivals, "Big Picture" im Brucknerhaus Linz, zeigt Wege, wie eben diese neuen, großen Weltbilder dargestellt werden können. Sie reichen von Botschaften einzelner hin zu einem Projekt, an dem 19.000 Menschen aus 160 Ländern teilgenommen haben und umfassen große Landkarten und Schautafeln ebenso wie Poster und Videos.
Für ein neues Weltbild - ohne Zentralperspektive und zentrale Macht - brauche es eine offenere Haltung und einen Blick über die gesellschaftlichen und politischen Ideologien hinaus. Kunst und Wissenschaft könnten mit ihrer interdisziplinären Herangehensweise geeignete Rollenbilder liefern, sagte der künstlerische Leiter Gerfried Stocker über das Thema des heurigen Festivals.
Fünf große Illustrationen der Welt, die eindrucksvoll die Bedeutung der Perspektive und Darstellung vor Augen führen, schweben denn auch über den einzelnen Positionen, die in Pappkojen ausgestellt sind. Am Anfang steht das aus Atlanten bekannte Bild Gerhard Mercators aus dem 16. Jahrhundert, gefolgt von einer mittels Hajime Narukawas Sofware "Authagraph" erzeugten Mosaikkarte und der Dymaxion-Weltkarte von Buckminster Fuller, einem Ikosaeder, der den Planeten als Ganzes zeigt und unterschiedlich aufgefaltet werden kann. Buckminster Fuller's World Game Lab greift diese Karte auf und erlaubt die Darstellung von globalen Migrations-, Güter- und anderen Strömen. Die Hobo-Dyer Equal Area Projection stellt den gewohnten Anblick auf den Kopf, Peter's World Map zeigt die Länder flächentreu, aber formverzerrt und so erscheinen Afrika und die südlichen Entwicklungsländer deutlich größer als bei Mercator.
Ein deutliches Symbol für den pluralen Blick, das Gemeinsame, Verbindende gibt "One day on earth". Bei dem Projekt haben 19.000 Menschen aus 160 Ländern an einem Tag, am 10. Oktober 2010, Aufnahmen gemacht, die zu einer Dokumentation zusammengefügt wurden.















