Bob Dylan ist zurück - als grandioser Gangster
Bob Dylan als Gangboss: In dem Videoclip zu seiner neuen Single läuft der alte Meister zu grandioser Hochform auf. Ragtime, Gangsterlook - und schwarzer Humor: Album Nummmer 35 verspricht, ein ganz großes zu werden.

Foto © APASzene aus dem Video zu "Duquesne Whistle"
Bob Dylan streift lässig als Gangboss durch die nächtlichen Straßen, zu seiner Entourage gehört auch eine Doppelgänger von Kiss-Rocker Gene Simmons in voller Montur. Das ist aber nur der Subplot des Videoclips zur neuen Single des Musikers: Im Filmchen zu "Duquesne Whistle" dreht sich alles um einen Stalker - inklusive einiger recht gewalttätiger Szenen, unterlegt von einem jazzig-swingenden Lied, das stilistisch alles andere als düster wirkt.
"Tempest" heißt das neue, am 7. September erscheinende 35. Studioalbum Dylans. Vom "Rolling Stone" bereits als Meisterwerk gefeiert, gehört die Platte zu den besten Arbeiten des Amerikaners. Gespannt darf man etwa auf den dramatischen Titelsong sein, eine 14 Minuten lange Abhandlung über den Untergang der "Titanic", oder an die John-Lennon-Hommage "Roll On John" (inklusive Beatles-Zitat), die nichts mit dem gleichnamigen Song zu tun hat, den Dylan in den 60er Jahren mehrmals live zum Besten gab.
Als Vorbote macht "Duquesne Whistle" Lust auf mehr. Lässig und vordergründig heiter singt Dylan einen Ragtime, während der Clip die "Härten der Romantik", wie der "Spiegel" schrieb, recht drastisch zeigt. Der Text ist prall gefüllt mit Metaphern, die Musik beseelt, Dylans Stimme dazu schräg und zugleich mit viel Gefühl.
Das Video.















