Ein offenes Buch für die Web-Generation
Und dabei heißt es doch immer, die "Generation Internet" würde nicht mehr lesen. Dass dem nicht so ist, zeigt ein Projekt aus Wien.

Foto © kk
"Face" nennt sich der Thriller, der derzeit im Internet für Furore sorgt. Hinter dem Roman, der diese Woche als E-Book zum Gratis-Download veröffentlicht wurde, steht ein innovatives Konzept: Das Buch umfasst nur 20 Seiten, die spannende Handlung wird plötzlich unterbrochen. Der Clou: Es liegt an den Lesern, die Geschichte immer weiterzuspinnen.
Vater und Mutter der Idee, die Wiener E-Book-Verleger Niki Laber und Alessandra Ravanelli, sind von den Reaktionen überwältigt: "Es kommen von überall Ideen für weitere Teile." Wie Kapitel eins soll die erste Fortsetzung zeitgleich auf Deutsch und Englisch erscheinen – bis 15. 9. können Texte über die Homepage des "Open Book Projects" eingereicht werden. Die beste Idee wird von einer Jury rund um den Autor des ersten Teils, den Amerikaner George Rebal, ausgewählt und gegen Ende September ins Netz gestellt.
Der Autor des ersten Kapitels sieht großes Potenzial in dem Projekt: "Ich denke, dass genug Freiraum geschaffen wurde, um Charaktere zu entwickeln oder neu einzuführen und dem Plot eine andere Wendung zu geben". Die Entwicklung der Geschichte rund um einen Mann, der ohne Erinnerungen aber mit neuem Gesicht aufwacht, darf tatsächlich mit Spannung beobachtet werden – oder selbst verändert.
Der Trailer















