Kerres: Wiener Konzerthaus "lebt vom Wechsel"
Das Ende seiner Intendanz rund um die Jubiläumssaison 2012/13 hat der Wiener Konzerthauschef Bernhard Kerres nach eigenen Angaben schon von Beginn an geplant. "Ich wollte keine Ewigkeiten am Haus bleiben", sagte Kerres im Gespräch mit der APA, "ich glaube, dass das Haus vom Wechsel lebt." Der seit 2007 amtierende Intendant verlässt das Konzerthaus mit Ende der laufenden 100. Saison.
Über seine Zukunft hat Kerres derzeit noch Stillschweigen vereinbart, aber "es gibt konkrete Pläne". Der 45-Jährige verwies auf seine bisherige Karriere und "die Verbindung zwischen Arien und Wien", Details dürften aber erst Ende des Jahres bekannt gegeben werden.
Was seine Nachfolge betrifft, vertraut Kerres indes "komplett auf das Direktorium. Die werden sich das genau überlegen, und es wird mit Sicherheit eine gute Lösung sein." Das Direktorium selbst dankte ihm via Aussendung für seine Tätigkeit und kündigte an, die weitere Vorgangsweise in einer Sitzung zu beschließen.
Der Nachfolger von Kerres steht Medienberichten zufolge bereits fest: Matthias Naske (48), derzeit Leiter der Philharmonie von Luxemburg und vormals Generalsekretär der Wiener Jeunesse, soll nach der Jubiläumssaison mit Sommer 2013 das Haus übernehmen, berichtet das Magazin "News" unter Berufung auf sichere Quellen.
Kerres' Abgang war erst am Montagabend über den "Kurier" bekannt geworden. Vom Direktorium war vorerst hinsichtlich der Nachfolge jedoch keine Bestätigung zu erhalten. Naske galt bereits 2007, als Christoph Lieben-Seutter das Konzerthaus in Richtung Hamburger Elbphilharmonie verließ, als einer der Favoriten.















