"Reverse Engineering" beim 7. "paraflows"-Festival
Das "paraflows"-Festival ist in alter Größe und mit neuen Schwerpunkten zurück: Im letzten Jahr habe man "noch kleinere Brötchen backen müssen", dank einer Förderungszusage auf drei Jahre könne die 7. Ausgabe jetzt neue Wege beschreiten, so Festivalleiter Günther Friesinger am Dienstag. 2012 steht das Festival für Digitale Kunst und Kulturen unter dem Motto "Reverse Engineering".
Von 13. September bis 20. Oktober beschäftigen sich lokale und internationale Künstler und Wissenschafter in einer Ausstellung und einem Symposium mit Analyse, Zerlegung und Rekonstruktion von Systemen. Begleitet wird das Programm von einer elektronisch-zeitgenössischen Konzertreihe sowie drei vom Filmarchiv kuratierten Filmabenden.
"Wir haben die magere Zeit genutzt, um uns neu aufzustellen und neu zu erfinden", so Friesinger. Das Ergebnis wird als Ausstellung in Kooperation mit dem Verein "das weisse haus" in einer leer stehenden Schule in der Argentinierstraße in Wien-Wieden gezeigt. Dort präsentieren in 30 Positionen unter anderen Sylvia Eckermann, Veronika Schubert, Ulrike Gabriel und Marcelina Wellmer Installationen und Projekte, die zum Ziel haben, den Künstler gegenüber der fortschreitenden Technologie wieder in den Vordergrund zu stellen, erklärte Kuratorin Judith Fegerl.
Dabei kommentieren die Künstler technologische und mediale Prozesse, etwa durch die Dokumentation des In- und Outputs eines öffentlichen Mistkübels im Verlauf zweier Jahre oder den bewusst hervorgerufenen Geräuschen von kaputten Festplatten. Jen Liu, Artist in Residence aus New York, befasst sich mit den Leerständen in Wien und untersucht die Graffiti und Objekte des Ausstellungsortes. Diskursiv begleitet wird die Ausstellung von einem dreitägigen Theorie-Symposium im quartier21, das sich in die Schritte "Open", "Dissect" und "Rebuild" unterteilt.















