Zwei echte Leidenschaftler an den Tasten
Elisabeth Leonskaja und Alexei Lubimov brillierten.

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DEUTSCHLANDSBERG. Weder Elisabeth Leonskaja noch Alexei Lubimov müssen in der Weststeiermark extra vorgestellt werden. Wie die beiden russischen Ausnahmekünstler, hat die immer noch rührige ehemalige Musikschuldirektorin Barbara Faulend-Klauser ja eine fast endlose Reihe an Pianisten nach Deutschlandsberg geladen, die jedem Starkult abhold sind.
Im Duo waren die 67-jährige Tifliserin und der 68-jährige Moskauer aber erstmals zu hören - nämlich in dem für den Komponisten fast schon luftig leichten "Concerto per due pianoforte soli" von Igor Strawinsky. Ein pures Vergnügen, Leonskaja und Lubimov im Laßnitzhaus bei ihrem Finger- und (freilich äußerst sparsamen) Mienenspiel zuzusehen.
Noch enger rückten die beiden Musiker bei der Zugabe zusammen, um ihr begeistertes Publikum mit vierhändig interpretierten Walzern von Johannes Brahms in den kühlen Abend zu entlassen.
Zuvor aber war einem nicht bloss wegen der hohen Saaltemperatur warm geworden. Elisabeth Leonskaja hatte mit einer aufregenden Wiedergabe der Klaviersonate Nr. 3 von Johannes Brahms betört und anfängliche Huster bald zum Verstummen gezwungen.
Eine Pause war danach schon deshalb vonnöten, um mit Claude Debussy in eine andere Klangwelt einzutauchen. Alexei Lubimov war hier der richtige "Tauchlehrer". In seiner Auswahl aus den "Preludes" fand er die rechte Balance zwischen Gefühl und rhythmischer Beharrung.














