Shakespeare in Happen, köstlich!
Irina Brook macht den "Sturm" zur Kochshow.
HALLEIN. Würde es Ihnen taugen, William Shakespeare hätte mit Eckart Witzigmann, den Marx Brothers und Zirkusleuten von Roncalli sein letztes Drama geschrieben? Dann schmeckt Ihnen dieser "Sturm" von Irina Brooks Truppe bestimmt.
Die 50-jährige Britin aus großer Theaterfamilie hat, wie schon für "Peer Gynt", bei den Festspielen ein exquisites Rezept für einen Klassiker gefunden: Man lasse viele Zutaten weg, nehme die Essenz und pfeffere scharf mit Phantasie. So mutiert die mit Krieg und Liebe, Verrat und Vergebung gewürzte Originalgeschichte um Magier Prospero zu einer Koch- und Zaubershow, bei der auf der Gestrandeteninsel Schneebesen und Nudelwalker statt Schwerter geschwungen werden. Wie auch anders bei Neapolitanern und Mailändern als Helden?
"La Tempête", dieser Shakespeare in Happen, ist jedenfalls ein köstlicher poetischer Spaß. Schauspielchef Sven-Eric Bechtolf versprach ja mit Brook "ein Theater der Leichtigkeit, das Salzburg sicher auch einmal guttut". Versprochen, gehalten. MICHAEL TSCHIDA
"La Tempête": 26., 28. 8., 19.30 Uhr, Perner-Insel, Hallein. Karten: Tel. (0 66 2) 8045-500. www.salzburgfestival.at














