Weimarer Kunstfest mit Buchenwald-Konzert eröffnet
Mit dem Buchenwald-Konzert im Gedenken an die 56.000 Toten des ehemaligen Konzentrationslagers ist am Freitag das Weimarer Kunstfest eröffnet worden. In diesem Jahr spielte das New Warsaw Trio ein Quintett von Constantin Regamey, das 1942 im besetzten Warschau entstanden war.
Der Hauptgrund für das späte Aufbegehren gegen den Naziterror im Warschauer Ghetto sei der Hunger gewesen, sagte der polnische Historiker Marian Turski anlässlich des Konzerts "Gedächtnis Buchenwald" am Freitagabend in Weimar. Der Hunger habe allen die Energie geraubt und die Möglichkeit Entscheidungen zu treffen, ergänzte der 86-Jährige Auschwitz-Überlebende in seiner Gedenkrede über den jüdischen Widerstand. "Jeder fürchtete um sein eigenes Leben und scheute den Kampf."
Mit dem Buchenwald-Konzert wird seit 2004 traditionsgemäß das Kunstfest eröffnet. Bis zum 9. September stehen in Weimar unter dem Motto "Anrufung" Konzerte, Tanz, Filme und Gesprächsrunden auf dem Programm.














