Szene aus einem exentrischen Leben
Den Titel hat der Autor einem Bild seines Freundes Salvador Dalí entnommen. Der Untertitel nimmt direkter Bezug auf die eigene Existenz: "Mein Leben als reiches Kind, meine vier Jahre mit Tilly Losch und das Ende meiner Kindheit". Als 75-Jähriger blickt der exzentrische Multimillionär und Mäzen Edward James (1907 - 1984) in Gesprächen mit dem britischen Surrealismus-Experten George Melly zurück. Auf faszinierende, farbige, verrückte Jahre.
Es ist ein schillerndes Panorama, welches der Sohn einer Schottin (die später den amerikanischen Kupferminen- und Eisenbahn-Tycoon William James heiratete) und (angeblich) des Prince of Wales in zahllosen Geschichten aufspannt. Neben Dalí treten Magritte, Max Ernst, Man Ray, Kurt Weill, Bert Brecht, Caspar Neher und viele andere auf. Natürlich die Wiener Tänzerin Tilly Losch. Die Ehe mit ihr endete in einem Scheidungsskandal.
Faszinierend auch James' "Alterswerk" - ein surrealistischer Skulpturengarten im mexikanischen Regenwald, der leider verfällt. WALTER TITZ















