Mauer bei Aussichtsterrasse Pincio eingestürzt
Eine Mauer entlang der gewundenen Rampe, welche die zentrale Piazza del Popolo mit der Aussichtsterrasse Pincio im Park Villa Borghese in Rom verbindet, ist eingestürzt. Ein neun Meter langer Teil der zwölf Meter hohen Mauer, die zusammen mit der Terrasse vom italienischen Architekten Giuseppe Valadier Anfang des 19. Jahrhunderts errichtet wurde, stürzte in der Nacht auf Mittwoch in sich zusammen.
Steine rollten auf die tagsüber stark befahrenen Rampe, niemand wurde verletzt. "Der Einsturz ist eine direkte Folge der klimatischen Änderungen. Nach den heftigen Schneefällen, die Rom in diesem Februar erlebt hat, ist es jetzt zu einer starken Trockenperiode gekommen", betonte der Leiter der Kulturaufsicht von Rom, Umberto Broccoli. Nun müsse die Gemeinde Finanzmittel in Höhe von bis zu 300.000 Euro auftreiben, um die Mauer zu konsolidieren. Der römische Bürgermeister Gianni Alemanno klagte, dass die Stadt Rom wegen der strengen Sparpolitik der Regierung Monti auf zunehmende Schwierigkeiten beim Erhalt seines Kulturerbes stoße.
Auf dem Hügel Pincio baute der Architekt Valadier eine breite vorspringende Terrasse, von der aus man einen atemberaubenden Ausblick über die Stadt genießt. Die Terrasse des Pincio ist bei Touristen besonders beliebt.
Einstürze sorgen in Rom immer wieder für Alarm unter den Denkmalschützern. In der Palastanlage um Kaiser Neros "Domus Aurea" (Goldenes Haus), eine der zentralen Sehenswürdigkeiten Roms, war 2010 eine unterirdische Verbindungsgalerie eingestürzt. Eine Rasenfläche darüber brach ein, als ein großes Stück der Gewölbedecke herunterkam. Und Kolosseum und Palatin mussten im vergangenen Oktober wegen sintflutartigen Regenfällen aus Sicherheitsgründen vorübergehend gesperrt werden.














