Der Fortschritt sind verwischte Bilder
Colin Farrell kann als Douglas Quaid Arnold Schwarzenegger nicht das Wasser reichen.
Die Wiederverfilmung alter Stoffen ist in den letzten Jahrzehnten zum Selbstverständlichsten auf der Welt geworden. Die Diskussionen, ob das nun ein Ausdruck kreativer Einfallslosigkeit oder ein Beweis für jene These ist, wonach jede Generation einen neuen Blick auf das kulturelle Erbe werfen will und soll, laufen.
22 Jahre ist es her, dass Arnold Schwarzenegger unter Regisseur Paul Verhoeven in der Rolle des Hacklers am Bau namens Douglas Quaid von einem spannenderen Leben auf dem Mars träumte. In Len Wisemans ("Underworld") Version von Philip K. Dicks Kurzgeschichte "Erinnerungen en gros" schießen die Drehbuchautoren Kurt Wimmer und Mark Bomback den Mars praktisch zum Mond. Die Studiobauten erinnern an Fritz Langs "Metropolis" und Ridley Scotts "Blade Runner". Eine Science-Fiction-Welt, die recht altbacken daherkommt, sieht man von den Wischbewegungen ab, an denen man mit dem Computer generierte Bilder erkennt.
Colin Farrell als Quaid, der nun in einer Fabrik synthetische Polizisten zusammensetzt, aber lieber Spion wäre, kann Schwarzenegger nicht das Wasser reichen. Nicht zuletzt, weil seiner Figur jegliche selbstironische Verfasstheit amputiert wurde. Stinkfad angelegt sind die weiblichen Rollen von Kate Beckinsale und Jessica Biel. Dafür gibt es Action massenhaft. Auch kein Trost. REINHOLD REITERER HHIII














