"Megaprojekt" Klangwolke bei Ars Electronica
Das Linzer Medienkunstfestival Ars Electronica versucht heuer von 30. August bis 3. September aus unzähligen Puzzleteilen ein neues Weltbild - ein "Big Picture" - zusammenzusetzen. Das Hauptprojekt der Veranstaltung ist die visualisierte Klangwolke, an deren Umsetzung die Bevölkerung tatkräftig mithelfen soll.
Die diesjährige Ars Electronica will die weltweiten Krise als Chance nutzen und mit einem neuen großen Bild ohne Zentralperspektive und ohne Zentrum einer globalen Macht, sondern einem Patchwork aus ganz vielen Positionen gegensteuern. "Was wir brauchen, ist ein breiterer, offenerer Blickwinkel, der uns erlaubt, über die Grenzen unserer Gewohnheiten, unserer Fachdisziplinen und überkommenen Ideologien hinaus zu blicken", so die Veranstalter.
Das Festival versammelt dafür Vorbilder und Best-Practice-Beispiele aus Kunst und Wissenschaft sowie Interessierte aus der Bevölkerung. Mit dem Film "One Day on Earth", der gemeinsam von 19.000 Mitwirkenden gedreht wurde und dessen Initiatoren Brandon Litman und Kyle Ruddick in Linz zu Gast sind, setzt man auf internationale Partizipation.
Aber auch die regionale Bevölkerung ist aufgerufen, sich zu beteiligen: An der Visualisierten Klangwolke, laut Stockers Kollegin Christine Schöpf das "absolute Mega- und Hauptprojekt" der Veranstaltung, kann jeder mit selbst gemachten Buchstaben und Klängen teilnehmen. "Die Wolke im Netz", konzipiert von der Ars Electronica und veranstaltet von Brucknerhaus und ORF, soll entgegen der bisherigen Tradition ohne Pyrotechnik auskommen, dafür ein "Feuerwerk der Ideen" sein.
Zum zweiten Mal werden junge Interessierte mit "Create Your World", einem Festival im Festival, eingebunden, das "nicht für, sondern von Kindern und Jugendlichen gestaltet wird" (Stocker). Neben dem Ars Electronica Center am Urfahraner Donauufer stehen bereits 48 Container, die sich in den kommenden Tagen in überdimensionale Legosteine verwandeln werden.















