Lady Gaga machte Wien zum Pop-Vergnügungspark

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Der „Born This Way Ball“ hat am Samstag in der ausverkauften Stadthalle seine Pforten geöffnet. Unter diesem Motto ging der dritte Wien-Auftritt des US-Megastars Lady Gaga über die Bühne. Wer von der 26-Jährigen Provokationen erwartet haben sollte, der wurde enttäuscht. Zu ihren Hits wie „Poker Face“ und einem Gruselschloss als Kulisse zeigte sich Gaga als begeisterte bis rührselige Entertainerin.
Bis kurz nach 21.00 Uhr hieß es erst einmal ein behebiges Klassikgedudel vom Band in der tropischen Halle zu ertragen. Doch dann gab der Vorhang endlich das lila bestrahlte Gruselschloss frei. Zum dritten Song „Born This Way“ bekam man dann den Grund, warum die Show in Indonesien verboten wurde, auch in Wien zu sehen. Denn da ließ sich die Sängerin von einer übergroßen Vagina gebären. Das war es dann aber schon mit der Provokation, der Rest war eine professionelle Perfomance mit zwölf Tänzern und einer Musikauswahl, die jedem Vergnügungspark gut anstehen würde. Die Bühne wurde dabei zum sechseckigen "Monster Pit" erweitert, in dessen Inneren eine privilegierte Hundertschaft während der mehr als 20 Songs ihr Dasein fristen durfte.
Mit orange gefärbten Haaren gab Gaga sich dem recht begeisterten Publikum als gut gelaunte Entertainern. Nach einer Stunde dann am Motorrad sitzend, wo sie die Ballade "Princess Die" allein am E-Piano spielte. Hier zeigte sie ihre unleugbaren stimmlichen Qualitäten. Dafür kam danach "You and I", eine etwas einfallslose Kitschrock-Nummer. Danach rannte Lady Gaga mit rot-weiß-roter Fahne durch die Gegend.
Ansprachen gab es einige zwischen dem Mix aus Dance-Pop und Techno-Rock, der das gagaische Werk umfasst: „Ihr habt mich erschaffen“, meinte die Lady etwa zu den 14.000 Besuchern. Ebenso, dass man die selben Hoffnungen teilen würde; und dass sie eine Invasion der Erde plane. Die Schlussoffensive begann dann mit den großen Hits wie "Poker Face" oder "Alejandro". Das euphorische Publikum wurde abschließend noch als "Geschenk und Inspiration" bezeichnet und bekam zwei Songs als Zugabe serviert. Ein sehr konventionelles, aber doch für Begeisterung sorgendes Konzert ging so nach mehr als zwei Stunden zu Ende.















