Der Jazz-Visionär aus dem Norden

Foto © KKNorwegens Star-Pianist Bugge Wesseltoft (48) gastiert in Graz
Herr Wesseltoft, einerseits haben Sie mit Ihrem Bandprojekt "New Conception of Jazz", in dem Sie elektronische Musik mit Jazz verbinden, die Szene revolutioniert. Andererseits haben Sie nun als Pianist mit "Songs" ein Solo-Album mit Jazzballaden aufgenommen. Schön, aber wie passt das zusammen?
BUGGE WESSELTOFT: Für mich sind das zwei Typen der gleichen Welt. Ich komme vom Jazz. Mein Vater ist Jazzmusiker und ich wuchs mit den Jazz-Standards auf, ich spielte sie mein ganzes Leben lang. Aber niemals öffentlich, weil ich so sehr mit der Entwicklung meines ganz persönlichen Jazzstils beschäftigt war. Das führte zu meinem Mix aus Jazz mit elektronischer Musik. Gleichzeitig spielte ich zu Hause immer stundenlang diese wunderbaren Jazzstandards. Und als ich spürte, dass ich einen sehr persönlichen Zugang für diese Songs gefunden hatte, entschloss ich mich, sie aufzunehmen.
Wie wichtig ist Groove in Ihrer Musik?
WESSELTOFT: Groove ist sehr wichtig. Das Um und Auf meines Mix aus elektronischer Musik und Jazz ist Groove, weil es das grundlegende Moment meiner Vorstellung von elektronischer Clubmusic ist.
Sie kommen mit einer neuen Band nach Graz, wo mit Trompeter Erik Truffaz so etwas wie Ihr französisches Stil-Pendant an der Front steht. Wie kam's zu diesem Septett?
WESSELTOFT: Erik kam auf ähnliche Weise zur Musik wie ich. Das ist also schon eine Art Traumband für mich.
Features
Fakten
Live-Konzert: Bugge 'n' Friends (Septett u. a. mit Erik Truffaz) beim Murton-Festival, Freitag, 17. August, 20 Uhr, Mariahilferplatz. Freier Eintritt. CD-Tipp: Bugge Wesseltoft. Songs. Jazzland/Universal.














