Feinschliff mit Herzerwärmung bei Lehár & Stolz
Operettengala auf den Kasematten hat Tradition

Foto © KRESCH/GERRIT-PRIESSNITZ.DE Gerrit Prießnitz, 37-jähriger Dirigent aus Bonn
GRAZ. Im alljährlichen AIMS-Operettenquerschnitt auf den Schloßberg-Kasematten, der von Hans Stolz, dem Großneffen von Robert Stolz, in gewohnt launiger Art moderiert wurde, gefielen heuer Matthew Vickers metallischer Tenor, Marcus Kings warmer lyrischer Bariton sowie Laura Elyse Collins' ausgeglichen und weich geführter Sopran. Neben außergewöhnlicher Vokalqualität wies gut die Hälfte der 13 Sänger/innen Lockerheit in Gestik und Ausdruck auf - eine AIMS-Spezialität.
"Gold und Silber" funkeln ließ es Gerrit Prießnitz, derzeit Dirigent an der Wiener Volksoper, der das nicht gerade operettenerfahrene "AIMS Festival Orchestra" geschickt und rücksichtsvoll den Sängern gegenüber um viele heiklen Klippen führte. Manchem Walzer fehlte jedoch tänzerischer Pfiff. Sei's drum: Bei Klängen vom Großmeister Franz Lehár und vom Grazer Genius loci Robert Stolz vergaß man sogar zeitweise Übersteuerungen der Vokalverstärkung.
AIMS-Abschluss: "Meistersingerkonzert", 16. 8., 20 Uhr, List-Halle. Karten: Tel. (0 31 6) 83 02 55. aims-graz.at















