Großer Jubel für rare Barockoper in Innsbruck
Leidenschaft, Zorn, Liebe, Hass und Humor beim Auftakt der Festwochen der Alten Musik in Innsbruck: "La Stellidaura vendicante" von Provenzale begeisterte.

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Leidenschaft, Zorn, Liebe, Hass und Humor bekamen die Besucher des Tiroler Landestheater beim Auftakt der bis 26. August dauernden Festwochen der Alten Musik in Innsbruck geboten. Sie bejubelten die Barockoper "La Stellidaura vendicante" ("Die Rache der Stellidaura") von Francesco Provenzale, der die Oper des 17. Jahrhunderts in Neapel entscheidend prägte.
Der künstlerische Leiter der Festwochen, Alessandro De Marchi, führte die "Academia Montis Regalis" vom Cembalo aus raffiniert durch den Dreiakter, der Elemente der Commedia dell'Arte in das eigentlich ernste Sujet integriert und als Urform der Opera semiseria gilt. In der Liebesgeschichte, in der zwei Edelmänner um die schöne Stellidaura rivalisieren, sorgt der Diener Giampetro immer wieder für heitere Momente. Francois De Carpentries gelang es mit seiner Inszenierung, dieses Wechselspiel zwischen Tragödie und Komödie elegant auf die Bühne zu bringen.
In der Titelpartie überzeugte die US-Mezzosopranistin Jennifer Rivera, der Berliner Countertenor Hagen Matzeit brillierte als Diener Armillo auch als echter Komödiant. Besonders bejubelt wurde Enzo Capuano als harlekinesker Giampetro, der in kalabresischem Dialekt singt.
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"La Stellidaura vendicante" von Francesco Provenzale. 10. August (18 Uhr) und 12. August (16 Uhr), Tiroler Landestheater. Karten: Tel. (01) 88088, www.altemusik.at














