Großer Musikpreis an Georg Friedrich Haas

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Der Große Musikpreis des Landes Salzburg geht 2013 an Georg Friedrich Haas. Der 59-jährige Grazer Komponist ist nach Salvatore Sciarrino (2006), Klaus Huber (2009) und Friedrich Cerha (2011) der vierte Träger dieses insgesamt mit 80.000 Euro dotierten internationalen Kompositionspreises. Musikpreisträger Haas bekommt 60.000 Euro.
Georg Friedrich Haas zählt zu den erfolgreichsten Gegenwartskomponisten seiner Generation. Haas arbeitet explizit mit Mikrotönen zur Erweiterung seines klagfarblichen Spektrums und verweist auf ein Oeuvre aus allen wesentlichen Genres der modernen Klassik. So wurden seine Oper "Nacht" und "Die schöne Wunde" bei den Bregenzer Festspielen, "Bluthaus" (Libretto: Händl Klaus) bei den Schwetzinger SWR-Festspielen und "Melancholia" an der Opera National de Paris uraufgeführt. Haas lehrt an den Musik-Unis in Graz und Basel.
"Ich bin über diesen Preis zutiefst überrascht und freue mich außerordentlich", so Haas bei der Pressekonferenz. "Erstens, weil ich von kompetenten Leuten ausgewählt wurde, an deren Meinung mir viel liegt. Da dieser Preis für ein Lebenswerk vergeben wird, verstehe ich ihn als Carte blanche für die Zukunft. Zweitens, weil ich dadurch von der Öffentlichkeit Wertschätzung erfahre und einen (finanziellen, Anm.) Beitrag erhalte, der zu Hebung meiner Lebensqualität beiträgt. Das tut gut."
Den mit 20.000 Euro dotierten Förderpreis hat die Jury an den 38-jährigen Italiener Aureliano Cattaneo vergeben. Cattaneo (Jury-Begründung: "eigensinnig, vielseitig, fantasievoll") sagte, für ihn sei die durch den Preis geschaffene Verbindung zu Salzburg besonders wichtig. Beide Komponisten werden beim sogenannten Preisträgerkonzert im Rahmen der Salzburg-Biennale am 1. März 2013 im Großen Saal des Mozarteums zu hören sein.














