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    Zuletzt aktualisiert: 09.08.2012 um 12:41 UhrKommentare

    Fulminante Eröffnung der Innsbrucker Festwochen

    Foto © APA

    Leidenschaft, Rache, Liebe, Hass und Humor haben die Besucher des Tiroler Landestheater beim Auftakt der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik am Mittwochabend geboten bekommen. Zur Aufführung kam die Barockoper "La Stellidaura vendicante" von Francesco Provenzale. Der künstlerische Leiter der Festwochen Alessandro De Marchi übernahm selbst das Pult der "Academia Montis Regalis".

    Francesco Provenzale prägte die Oper des 17. Jahrhunderts in Neapel entscheidend. Der Musiker führte komische Figuren in eigentlich ernste Sujets ein und brachte somit Elemente der Commedia dell'Arte in die Oper. "La Stellidaura vendicante" gilt daher als Urform der Opera semiseria.

    Regisseur Francois De Carpentries ist eine gute Inszenierung gelungen. Die dreiaktige Oper in italienischer Sprache mit kalabresischem Dialekt begeisterte das Publikum mit einer Mischung aus ernsten und komischen Elementen und veranlasste die Zuseher zu minutenlangem tobenden Applaus. Die Kostüme und die Ausstattung zeigten eine barocke Umgebung mit modernen Einflüssen. Alessandro De Marchi, seit 2010 Künstlerischer Leiter der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik, leitete das Orchester "Academia Montis Regalis" durch den Abend und übernahm selbst den Cembalo-Part.

    Neben der leidenschaftlichen Liebesgeschichte, in der zwei Edelmänner um die wunderschöne Stellidaura rivalisieren, sorgt der Diener Giampetro, der in kalabresischem Dialekt sang, immer wieder für heitere Momente. Die Titelpartie der Oper übernahm die amerikanische Sängerin Jennifer Rivera, die bereits bei den Innsbrucker Festwochen der Alten Musik 2010 vom Publikum gefeiert worden war. Ebenso überzeugen konnte Hagen Matzeit, der die Rolle des Armillo übernahm. Der Countertenor brillierte nicht nur gesanglich auf allen Ebenen, sondern bewies auch ein schauspielerisches Talent für komische Szenen. Vom Publikum bejubelt wurde auch Enzo Capuano, der Giampetro verkörperte

    INFO http://www.altemusik.at

    Quelle: APA

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