Birgit Meyer wird neue Chefin der Kölner Oper
Nach den Querelen und der Entlassung von Uwe Eric Laufenberg ist der Chefposten an der Kölner Oper wieder besetzt: Birgit Meyer, bisher Operndirektorin am Haus, wird jetzt Intendantin. Der Hauptausschuss des Kölner Stadtrates wählte die 51-Jährige am Montagabend mit der Mehrheit von SPD und Grünen.
Sie nehme vom 1. September an ihre neue Aufgabe wahr, teilte die Stadt mit. Sie wurde zunächst für drei Spielzeiten gewählt, also bis Ende der Spielzeit 2014/2015. Die gebürtige Kölnerin studierte zunächst Medizin und arbeitete als Ärztin - nebenbei studierte sie Theaterwissenschaften.
Ihre ersten künstlerischen Sporen verdiente sie sich in Österreich: 1992 startete sie ihre Karriere als Dramaturgin am Tiroler Landestheater in Innsbruck. Es folgten Stationen bei den Salzburger Festspielen, an der Volksoper Wien als Chefdramaturgin und schließlich seit 2009 als Operndirektorin in Köln.
An verschiedenen Hochschulen lehrte Meyer außerdem zu Themen wie Spielplan- und Programmheftgestaltung. Eigene Inszenierungen enthält ihr Lebenslauf dagegen nicht.
In Köln war Meyer zuletzt kommissarische Leiterin. "Das Wichtigste in den nächsten Wochen wird sein, sich in Ruhe den dringend anstehenden Entscheidungen zu widmen und sich vor allem wieder auf die künstlerische Arbeit zu konzentrieren", sagte Meyer in einer ersten schriftlichen Reaktion nach der Wahl.
Ihr Vorgänger Laufenberg war im Juni als Intendant fristlos entlassen worden, nachdem er seine Vorgesetzten in der Stadtverwaltung im Streit um die finanzielle Ausstattung der Oper scharf angegriffen hatte.
Vor der Wahl hatte Kölns Kulturdezernent Georg Quander gesagt, für die Oper eine "Lösung" suchen zu wollen, die eine Kontinuität in der künstlerischen wie organisatorischen Planung garantiere.














