Exemplarische Liedkunst
Starbariton Thomas Hampson feierte seine Rückkehr nach Salzburg mit einer Premiere.
SALZBURG. "Es ist wahnsinnig schön, wieder hier zu sein", gestand Thomas Hampson, als er seine zweite Zugabe ankündigte - und erntete stürmischen Beifall.
Nach einem Zerwürfnis mit Intendant Jürgen Flimm hatte der amerikanische Starbariton Salzburg vier Sommer lang gemieden. Seine Rückkehr feierte Hampson (57) mit einer Premiere der besonderen Art. Der überragende und dennoch skrupulöse Liedinterpret sang erstmals öffentlich Robert Schumanns Liederkreis op. 39 nach Gedichten von Joseph von Eichendorff. Mit einer Beherrschung seiner ausgeruhten Stimme, einer Farbenvielfalt, einem Ausdrucksreichtum und einer Wortdeutlichkeit, die Maßstäbe setzten.
Von Wolfram Rieger aufmerksam am Flügel begleitet, wiederholte er dann mit Antonin Dvo?áks "Zigeunermelodien" op. 55 und sechs Liedern aus "Des Knaben Wunderhorn" von Gustav Mahler seine Salzburger Triumphe in den Sommern 2004 und 2002. ERNST NAREDI-RAINER















