Auftakt zum 65. Filmfestival Locarno

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Zum Auftakt des 65. Filmfestivals Locarno ist die britische Schauspielerin Charlotte Rampling Mittwochabend mit dem Excellence Award ausgezeichnet worden. Beifall gab es auch für Uraufführung des britischen Thrillers "The Sweeney", mit der das Filmfest am malerischen Lago Maggiore eröffnet wurde. Bereits am Donnerstag ist die erste von fünf österreichischen Produktionen in Locarno zu sehen.
Otto Premingers Frühwerk "Die große Liebe" (1931) läuft im Rahmen der Retrospektive. Auch der zweite österreichische Auftritt am Samstag hat historischen Charakter. Eingebettet in die "Leoparden von morgen" wird die Viennale anlässlich ihres 50. Geburtstags mit einer Hommage geehrt, gezeigt werden die "20 Little Films", die seit 1995 als Auftragsarbeiten für Festivaltrailer an berühmte Filmschaffende vergeben wurden. Unter den Kurzfilmen befinden sich etwa Werke von Leos Carax, Jean-Luc Godard und David Lynch, ebenso wie der letzte Film des kürzlich verstorbenen Chris Marker.
Der US-Amerikaner Jem Cohen ist ebenfalls mit einem Minifilm in der Viennale-Reihe vertreten, gleichzeitig aber auch mit seinem in Wien gedrehten und österreichisch produzierten Spielfilm "Museum Hours" im Wettbewerb um den Goldenen Leoparden. Mit "Der Glanz des Tages" läuft auch ein zweiter österreichischer Beitrag im 19 Filme umfassenden Wettbewerb. Tizza Covi und Rainer Frimmel, zuletzt mit "La Pivellina" weltweit erfolgreich, fiktionalisieren diesmal das Leben eines realen Schauspielers.
Insgesamt zeigt das Festival bis zur Vergabe seiner glänzenden Leoparden am 11. August fast 300 Filme in verschiedenen Sektionen. Hauptort ist die Piazza Grande, der mittelalterliche Marktplatz der Stadt auf der Schweizer Seite des Sees. Allgemein setzt Olivier Pere, der künstlerische Direktor des Festivals, zum 65. Jubiläum auf Glanz und Glamour. Es sind so viele Stars angekündigt wie nie zuvor.














