Maximilian Schell: Spontanlesung auf der Pack
Spontanität und Improvisationsfähigkeit gehören zum Handwerkszeug eines jeden Schauspielers. Dass diese auch im hohen Alter nicht verloren gehen, bewies Oscar-Preisträger Maximilian Schell (81 Jahre alt) vergangenes Wochenende auf der Pack.
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Sehr spontan ging für die Aufführung der Theaterrunde (diese bringt heuer "'s Nullerl" von Carl Morre auf die Freiluftbühne im Pfarrhof Pack) eine Reservierung für vier Personen ein. "Auf den Namen Schell", so Regisseur Karl Christandl. "Wir waren sehr neugierig, ob Maximilian Schell selbst kommen würde."
Und er kam. Ohne Chauffeur und mit eigenem Auto reiste er ganz ohne Starrummel vom Haus seiner verstorbenen Schwester aus Preitenegg an und musste wie alle anderen Gäste auch im Freien Platz nehmen.
"Und dann kam der Regen", fürchtete Christandl um seinen prominenten Gast, dem Starallüren jedoch fremd sind. "Bei den Salzburger Festspielen passiert uns das auch regelmäßig", meinte der Mime nur, zückte den "Jedermann" von Hugo von Hofmannsthal und begann im Pfarrsaal Pack zu lesen. "Ein Schlechtwetterprogramm der Extraklasse, für das man andernorts viel Geld zahlen müsste", so Christandl. Begleitet wurde Schells Lesung von Monika Krenn, die auch "'s Nullerl" musikalisch mit der Zither begleitet. Und an sie hatte Schell zum Abschluss der Gratislesung einen Wunsch: "Spielen Sie mir doch bitte den dritten Mann."
Das Theaterstück selbst konnte nach der Pause übrigens fortgesetzt werden. Christandl freut sich: "Schell blieb bis zum Ende und gratulierte uns noch zu der guten schauspielerischen Leistung." HEIKE KRUSCH

















