Na dann, servus! Abschied vom legendären Forestglade
Das "Forestglade"-Festival in Wiesen wurde nach 17 oft turbulenten Jahren würdig, laut und auch mit ein wenig Wehmut "beigesetzt".

Foto © APAIst und bleibt ein Rock-Rebell: Billy Idol, mittlerweile 56 Jahre alt, bescherte dem "Forestglade"-Festival ein würdiges Abschiedsgeschenk
Bei quasi "klassisch" nass-kühlem Wiesenwetter sorgten "Therapy?" dafür, dass von vornherein nicht wirklich Abschiedsstimmung aufkommen konnte. Das Trio prügelte sein Programm energiegeladen in den Nachmittag. Die Iren waren übrigens schon bei der ersten "Forestglade"-Ausgabe 1995 am Start gewesen. Ebenfalls mehrfach "Forestglade"-Erfahrung hat Rea Garvey mit seiner ehemaligen Band Reamonn gesammelt. Solo dümpelt der sympathische Sänger leider etwas zu sehr in zuckersüßen Musikgewässern und synthetischen Sounds herum. Seiner mehrheitlich weiblichen Anhängerschaft gefiel es dennoch.
Billy Idol, Altrocker mit viel Pfeffer
Ganz anders die The Ting Tings - sie standen für Partystimmung pur. Das britische Duo, bestehend aus Schlagzeuger Jules De Martino und der Sängerin Katie White, heizte der Fangemeinde famos und gezielt ein. Altrocker Billy Idol ließ dank seiner zahlreichen Hits und seiner Publikumsnähe nichts anbrennen. Idol und seine Band - mit an Bord sein unverzichtbarer Gitarrenvirtuose Steve Stevens - rockten die Menge bis zum Abwinken. Neben Krachern wie "White Wedding" und "Rebel Yell" fanden sich erstaunlich viele Songs aus seiner Zeit bei den Punkrockern von Generation X.
Beseelt und motiviert
Nach diesem Feuerwerk auf die Bühne zu müssen, war sicher keine leichte Aufgabe, aber absolut ebenbürtig fungierten Incubus, spürbar beseelt und motiviert. Sänger Brandon Boyd verfügt über Charisma und eine tolle Stimme - und er kann die Fans in seinen Bann ziehen. Hits wie "Drive" und "Megalomaniac" wurden zu Recht begeistert aufgenommen und mitgesungen. Somit zeigte die US-Band Incubus, dass sie das finale "Forestglade"-Festival mehr als würdig ins Reich der Wiesen-Geschichte verabschieden durfte. Warum eigentlich? Das konnten vor Ort nicht einmal die Verantwortlichen schlüssig erklären ...















