Festspiele zwischen Klassikern und Experiment

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Er kennt den Salzburger Festspiel-Intendanten aus Zürcher Zeiten, und Salzburg kennt er als "Jedermann-Teufel". Sven-Eric Bechtolf, von Alexander Pereira zum neuen Schauspielleiter der Salzburger Festspiele gemacht, hat ein Programm vorgelegt, das zwischen Theater-Klassikern und unberechenbarem Experiment pendelt - an den Eckpunkten: Ferdinand Raimund und die Pop-Ikone Iggy Pop.
"Prinz von Homburg" von Heinrich von Kleist, es inszeniert Andrea Breth, in der Hauptrolle wird "Langzeit-Jedermann" Peter Simonischek zu erleben sein - diese Koproduktion mit dem Wiener Burgtheater wird am 28. Juli den Reigen der Theater-Neuproduktionen eröffnen, nachdem der gute alte Stückl-"Jedermann" ganz an den Beginn des Festspielsommers 2012 platziert wurde, also noch eine Woche vor der offiziellen Eröffnung.
Aber dann geht es Schlag auf Schlag: Am 30. Juli ist die Premiere von "Peer Gynt", am 31. Juli ist der Start des heuer fünfteiligen Young Directors Project und ab 7. August gibt es Raimunds "Der Bauer als Millionär" im Schauspielhaus, und zwar in einer Fassung, die Schauspieler und Puppentheater miteinander verbindet.
Irina Brook, die Tochter des berühmten Regisseurs und Theater-Theoretikers Peter Brook, inszeniert den Ibsen-Klassiker "Peer Gynt" im Salinengebäude auf der Halleiner Pernerinsel, Iggy Pop, den Irina Brook aus ihren poppigen Jahren in New York kennt, hat dazu einen eigenen Song geschrieben.
Ebenfalls von Irina Brook in Szene gesetzt wird Shakespeares "La Tempete", und zwar in einer französische Fassung der Regisseurin selbst. "Kafkas Schloss" in einer Bearbeitung für Marionetten von Tristan Vogt von der Gruppe "Thalias Kompagnons", das Kindertheater "Mojo" vom Theatre Rites, insgesamt fünf "Young Directors"-Beiträge aus Südafrika, zweimal Frankreich, Österreich und Korea sowie zwei Lesungen ergänzen das Schauspielprogramm des Salzburger Festspielsommers 2012.














