La Strada: Bewegung im Brachland
Bereits zum 15. Mal geht von 27. Juli bis 5. August das internationale Festival für Straßenkunst und Figurentheater "La Strada" über die Bühne. 20 Gruppen aus sieben Nationen zeigen ihre Künste.

Foto © ScheriauLa Strada kommt wieder in die Stadt
In Graz werden leidenschaftlich gerne Gitter aufgestellt, Sperrzonen errichtet und Verbote verhängt. Ein ironischer Untergrund für die Performance "Hek" des niederländischen Duos De Stilje/Want, die ihr eigenes Sperrgitter mitbringen, um darauf, darunter und daneben zu tanzen, turnen und trainieren. Stadtpolitiker, aufgepasst! Auch so könnten öffentliche Sperrzonen aussehen.
127 Vorstellungen, 20 Produktionen (10 davon in Eigen- oder Koproduktion), 25 Spielorte und 160 Künstler: Von 27. Juli bis 5. August bezirzt La Strada zum 15. Mal die Stadt - erstmals über die Grenzen hinweg in der Kulturhauptstadt Maribor. Das Festival ruft dabei die Saison der Möglichkeiten, das Lebensgefühl Leichtigkeit oder die Zeitzone des neuen Zirkus aus. "Künstler erobern sich Stadtraum für sich, aber auch für die Bewohner", betont Intendant Werner Schrempf. Poetisches Jahresmotto für 2012: "querweltein."
Windspiele
Querfeldein passt auch. Am Plateau des Grazer Hausbergs installiert der französische Jazzmusiker Pierre Sauvageot hunderte Windharfen, Glockenspiele, Klangschalen oder einen Klapotetz. "Harmonic Fields" als Spielplatz für Wetter und Wind, den Mountainbiker, Wandersleute, Kulturbesucher oder Sonntagsausflügler auf 1434 Meter Seehöhe entern können. Der zweite Ausflug geht aufs Brachland Reininghaus, wo das belgische Kollektiv Berlin "Land's End" ein Verwirrspiel mit Crime & Suspense entfachen und die Compagnie Jo Bithume mit "Far West 2037" zum Betreten und Umherwandern einer utopischen Stadt.
Brachland, Nr. 3: Für die dramagraz-Uraufführung "Gott ist ein Deutscher" nach dem Text von Fiston Mwanza inszeniert Ernst M. Binder am Areal der einstigen Taggerwerke ein brisantes Stück Migrationsgeschichte eines Namenslosen. Mit dem Sound Kenias.
Rund eine Million Euro betrage das gesamte Budget, betont Diana Brus, Mehr als 20 Prozent stammten aus Kartenverkäufen.
















