Bayreuths Oper ist Weltkulturerbe

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Jubel in Bayern, Trübsal in Baden-Württemberg: Die UNESCO hat das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth zum Weltkulturerbe ernannt. Der barocke Prachtbau sei eines der wichtigsten architektonischen Zeugnisse der absolutistischen Gesellschaft im 18. Jahrhundert, so das Komitee in St. Petersburg seine Entscheidung. Dagegen blieb der Kurfürstlichen Residenz in Schwetzingen die Anerkennung erneut verwehrt.
Überschattet wurde die seit einer Woche dauernde Sitzung in der früheren Zarenmetropole St. Petersburg von beispiellosen Kulturschändungen durch Islamisten in der Wüstenstadt Timbuktu im Norden Malis. Wegen der dort zerstörten Heiligtümer legte die UNESCO eine Schweigeminute ein. UNESCO-Generalsekretärin Irina Bokova verurteilte die Gewalt.
Nach Bayreuths Aufnahme in die Welterbe-Liste gibt es in Deutschland nun insgesamt 37 dieser einzigartigen Stätten der Menschheitsgeschichte, weltweit sind es über 900 in 153 Ländern. Bayern kann nun mit sieben Universaldenkmälern aufwarten. Der Freistaat will die Oper in den kommenden vier Jahren für knapp 19 Millionen Euro restaurieren.
"Das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth ist ein Juwel und zählt zu den besterhaltenen Beispielen barocker Baukunst", teilten Bayerns Kunstminister Heubisch und Finanzminister Söder gemeinsam mit.
Das Gebäude wurde 1746 bis 1750 erbaut und ist immer noch in seiner ursprünglichen Form erhalten. Auftraggeber für den Bau war das Markgrafenpaar Friedrich und Wilhelmine von Brandenburg-Kulmbach. Die oberfränkische Stadt hofft nun auf mehr Touristen.
Auf der 36. Sitzung des UNESCO-Welterbekomitees gab es insgesamt mehr als 30 Anträge von Kultur- und Naturstätten. Neben Bayreuths Oper wurden beispielsweise auch Orte in Malaysia, Kanada, im Iran und im Golfstaat Bahrain aufgenommen. In Europa kürte die UNESCO etwa die portugiesische Grenzstadt Elvas.














