Zwist um Jesu Geburtsort
Gegen den Protest von Israel wurde die Geburtskirche in Bethlehem zum Unesco- Weltkulturerbe ernannt. Washington wie auch andere Städte befürchten nun, dass die heilige Stätte und die Institution Weltkulturerbe in den Nahostkonflikt hineingezogen werden.

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Sie ist eine fixe Adresse auf dem Weg christlicher Pilger ins heilige Land: die Geburtskirche in Bethlehem. Die Unesco hat dem Bau im Westjordanland nun einen wertvollen Stempel aufgedrückt - gegen den Willen Israels.
Den Beschluss fasste das Weltkulturerbe-Komitee im russischen St. Petersburg. Damit erhalten die Palästinenser acht Monate nach ihrer umstrittenen Aufnahme als Vollmitglied in die UNESCO erstmals eines der begehrten Weltkulturerbe-Label.
Für die Einstufung der Kirche von Bethlehem, des "Geburtsorts von Jesus", als Weltkulturerbe hatten die Palästinenser einen Dringlichkeitsantrag gestellt. Sie begründeten dies mit dem zunehmenden Verfall des Bauwerks, das nach ihren Angaben seit rund 50 Jahren nicht mehr restauriert wurde. Die Kirche wurde im vierten Jahrhundert unter dem römischen Kaiser Konstantin errichtet und gilt als eines der ältesten und heiligsten Gotteshäuser des Christentums.
Konflikt
Das zehn Kilometer südlich von Jerusalem gelegene Gotteshaus soll religiösen Überlieferungen zufolge über jener Höhle errichtet worden sein, in der Jesus zur Welt kam. Unter der Kirche liegt die Geburtsgrotte mit dem sogenannten Silberstern.
Washington wie auch andere Städte befürchten nun, dass die heilige Stätte und die Institution Weltkulturerbe in den Nahostkonflikt hineingezogen werden. Der Antrag sei Teil der palästinensischen Kampagne, die Anerkennung als unabhängiger Staat zu gewinnen - ohne Friedensvertrag mit Israel.
Auf die Liste des gefährdeten Welterbes setzte das Komitee die historische Wüstenstadt Timbuktu: Aufgrund des bewaffneten Konflikts im Norden des westafrikanischen Staates Mali sei dieses kulturhistorische Juwel gefährdet, hieß es.
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Fakten
Die Pyramiden Ägyptens, die Inkastadt Machu Picchu, Havannas Alstadt, der Tadsch Mahal - sie alle finden sich auf der Unesco Welterbeliste (Weltkulturerbe und Weltnaturerbe).
Österreich ist mit neun Stätten vertreten, darunter: das historische Zentrum der Stadt Salzburg, Schloss und Park von Schönbrunn, die Kulturlandschaft Salzkammergut, die Semmeringbahn, die Stadt Graz und Schloss Eggenberg.















