Auf Freunde ist Verlass: Ozzy Osbourne in Wien
Ozzy Osbourne spielte mit seiner Band plus Freunden das "Ersatzprogramm" für seine ausgefallene Hauptband Black Sabbath. Ein Abend voll mit Helden, Klassikern und feucht-fröhlicher Publikumsbeteiligung.

Foto © APADer Mann an der Wasserspritze: Ozzy Osbourne
Während Drummer Bill Ward aus finanziellen Gründen seine Teilnahme an der Reunion zurückzog, handelt es sich bei Gitarrist Tony Iommi um eine ernste Angelegenheit: Der Riffmeister erkrankte an Krebs. Mittlerweile geht es Iommi wieder besser, an eine Tournee ist dennoch nicht zu denken. Kurzerhand übernahm Ozzy Osbourne mit seiner Band alle Termine, so auch den in der nahezu ausverkauften Wiener Stadthalle.
Wasserschlacht
Nachdem Black Label Society mit dem ehemaligen Ozzy-Gitarristen Zakk Wylde als Anheizer fungierten, legte nach einem filmischen Intro Madman Ozzy Osbourne mit "Bark at the Moon“ gleich voll los. In erstaunlich guter körperlicher und stimmlicher Verfassung (in Deutschland wurde ein Konzert wegen Kehlkopfentzündung abgesagt), unterstützt von seiner exakt aufspielenden Band und mit Wasserschlauch bewaffnet – die Fans in den ersten Reihen wurden ordentlich erfrischt – rockte sich Osbourne durch seine Hits "Mr. Crowley" und "Shot in the Dark".
Auch Slash mit an Bord
Danach waren die Freunde am Zug: Sabbath-Bassist Geezer Butler und Ex-Guns n? Roses-Gitarrist Slash kamen zum Einsatz. Die Black-Sabbath-Klassiker "Iron Man", "N.I.B." und "War Pigs" wurden souverän ins jubelnde Fanvolk gejagt. Danach kam Zakk Wylde seiner Freundespflicht nach und wurde zum Hauptgitarristen des perfekt abgespulten knapp 80-minütigen Konzertes. Beim finalen "Paranoid" waren alle beteiligten Musiker auf der Bühne. Mit Slash, Wylde und dem aktuellen Ozzy-Saitenvirtuosen Gus G. verhalf eine furiose Gitarrenarmee den Sabbath-Hadern zu neuem Leben.














