Nostalgie mit Glamrock im Glitzerlook
Die Rahmenhandlung von Adam Shankmans Musicalverfilmung ist zu vergessen, dafür beweist ein Starreigen rund um Tom Cruise Gesangsqualitäten.
Traumverloren blättert die junge Blondine Sherrie (Julianne Hough) im Bus ihre im Koffer aufbewahrten Vinylalben durch, ehe sie dann selbst losträllert: "Take me down to the Paradise City". Zuerst stimmt der Buslenker in diesen Guns 'N' Roses-Hit ein, schließlich alle altersmäßig bunt gemischten Buspassagiere. Wohin wird denn die hübsche Sherrie im Jahr 1987, wie uns ein Insert verrät, unterwegs sein? Überraschung! Nach Los Angeles. Das Landei aus Oklahoma will in der Stadt ihrer Träume Karriere als Sängerin machen.
Kaum angekommen, wird ihr schon der Koffer mit den heiß geliebten Schallplatten gestohlen, aber dafür läuft ihr Drew (Diego Boneta) über den Weg, ein junger Mann mit Milchbubigesicht, der im Musiklokal "Bourbon Room" hinter der Budel steht und so gern als Rockstar ganz groß herauskommen möchte. Und schon wird von den beiden, die einer Lovestory nicht entkommen können, der nächste 1980er-Hadern angestimmt. Unbekannte Hände werfen offensichtlich fleißig Münzen in die Musicbox, sodass mit "Hit Me With Your Best Shot", "Nothin' But A Good Time", "I Wonna Know What Love Is" bis "Don't Stop Believin'" ein wahres Rockfeuerwerk gezündet wird. Mitten drin im Geschehen Tom Cruise als tätowierter, fingernägellackierter alternder Rockstar mit einem Affen als Assistenten, der für den Whiskeynachschub sorgen und bei Ärger aus einem Hotelzimmer Kleinholz machen darf.
Regisseur Adam Shankham schaut bei dieser Verfilmung des gleichnamigen Hollywood-Musicals auf den ungestörten Ablauf des Nummer 1-Hitreigens und dass die Stars neben Cruise wie etwa Catherine Zeta-Jones, Alec Baldwin, Russell Brand und Paul Giamatti mit jeder Menge Selbstironie, schrägen Kostümen, unsäglichen Frisuren ordentlich zur Geltung kommen. HHHII














