Die Schrift an den Wänden
Kurt Gaulhofers neues Album ist wiederum ein kunstvoller Alleingang.

Foto © Vollmond Records
GRAZ. In regelmäßigen Abständen bringt Kurt Gaulhofer, Grazer des Jahrgangs 1955, seine Arbeit zu Gehör. In Form von bislang vierzehn Tonträgern seit 1983, Erscheinungsjahr von "Komm grüner Heinrich". Es folgen musikalisch-poetische Kompendien mit Titeln wie "Desperat und himbeersüß", "Tick Trick Track", "Tief in der Haut und hoch in der Luft", "Der König wartet" (mit Base-Mann Norbert Wally).
Nun ist das Album "Es geht ein Bibabutzemann" vollendet und auf dem eigenen Label Vollmond Records veröffentlicht. Diesmal hat der promovierte Jurist und ausgebildete Flöten-, Cello- und Gitarrespieler (weitere Instrumente spielt er als Autodidakt) wieder den Künstlernamen Krauwauli gewählt. Anderes wurde als Himbeerorchester eingespielt, noch anderes schlicht als Kurt Gaulhofer. Letzterer ist das Zentrum aller Produktionen. Im aktuellen Fall stammen Texte und Musik von ihm, Gaulhofer singt, spielt sämtliche Instrumente und gestaltete das Cover.
Der Titelsong des neuen Albums ist eine böse Variante des bekannten Kinderlieds. "Es geht ein Bibabutzemann in unserer Stadt herum", singtflüstert Krawauli, "der schreibt an alle Wände ,Die Dummheit bringt euch um'." Im "Regenlied" trifft es Gaulhofer selbst: "Heilige Scheiße regnet's auf mich."
Musik, die ihn inspiriert? "Ich höre gerne nichts", sagt Gaulhofer, nennt dann doch Arthur Honegger und Radiohead. Derzeit entstehen Videos, für Herbst ist die Live-Präsentation neuer und älterer Stücke geplant, am Konzept feilt Kurt Gaulhofer in seinem Haus mit Weitblick über Graz.















