Erinnerungen an die Grüne Revolution
Die Familie als heile Insel in einem repressiven Regime erweist sich als Illusion. In Maryam Keshavarz' Spielfilmdebüt "Sharayet. Eine Liebe im Iran" sieht sich eine westlich orientierte Mittelstandsfamilie mit der Realität ihres Landes konfrontiert, als sich der Sohn islamisch radikalisiert und die Tochter sich in eine Frau verliebt. Die Blase, sich als liberales Bürgertum mit Geld gewisse Freiheiten zu sichern, platzt.
Die in den USA lebende Keshavarz verarbeitet ihre eigenen Erfahrungen als heranwachsendes Mädchen im Iran. Mit Liebe zum Detail schildert sie die Lebensrealität der Protagonisten und erinnert an die im Westen schon wieder vergessene Grüne Revolution von 2009. Beim Sundance Festival gab es dafür den Publikumspreis. PA HHHHI















