Crossroads: Zehn Tage sollen aufrütteln
Zehn Tage dauert das neue Festival Crossroads, wo Filme, Workshops, Vorträge und Diskussionen zum Umdenken anregen sollen. Organisator Josef Obermoser will die Veränderungen hinter der Wirtschaftskrise zeigen.
Quelle © crossroads_digi120518.jpg | Foto: KLZ Digital Graz: Crossroads-Festival will aufrütteln
Wenn Josef Obermoser (30) früher Hardcore oder Punk hörte, dann nicht, weil ihn die Kunstform, sondern in erster Linie die Inhalte interessierten. Sich einzusetzen, aktiv zu werden, "die Gesellschaft in einem positiven Sinne zu verändern", ist für ihn Haltung und Lebenseinstellung.
Seit Jahren setzt sich der gebürtige Frohnleitner in Sachen Gesellschaftsdiskurs ein: kuratiert das Diskusprogramm beim Elevate-Festival mit, ist für den Bereich Gesellschaftspolitisches im Forum Stadtpark zuständig und sitzt im Vorstand der IG Kultur. Seit Freitag läuft im Forum Stadtpark in Graz erstmals das von ihm organisierte Festival "Crossroads", das mit rund 30 Dokumentarfilmen und zahlreichen Diskussionen, Vorträgen und Workshops zehn Tage lang die Zerstörung der Lebensgrundlagen zeigen und zum Aktivismus aufrütteln will. "Wir möchten die gesamte Reichweite der Wirtschaftskrise zeigen - ökonomisch, ökologisch oder sozial." Zahlreiche preisgekrönte Filmemacher werden via Skype zugeschaltet. Zum Festivalthema passend: Statt fixer Eintrittspreise werden freiwillige Unkostenbeiträge verlangt.
Dokumentationen könnten, so Obermoser, wegen ihrer visuellen Aussagekraft viel mehr Menschen erreichen als eine Diskussion. Auf die Frage, welche Doku ihn geprägt hat, nennt er "The Fourth World War". In den letzten Monaten sichtete er viele, seine letzten Tage säumten zahlreiche Interviews, eine neue Situation. Denn: "Ich bleibe lieber im Hintergrund aktiv."
Features
Zum Thema
Das Festival
Crossroads, Festival für Dokumentarfilm und Diskurs - 30 preisgekrönte Dokumentarfilme, dazu buntes Rahmenprogramm.
18. bis 27. Mai, Forum Stadtpark Graz.
crossroads-festival.org















