Festspiele Cannes setzen mit Liebesgeschichte fort

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Nach einer glanzvollen Eröffnung mit Wes Andersons "Moonrise Kingdom" am Mittwochabend sind die 65. Filmfestspiele in Cannes am Donnerstag mit dem französischen Wettbewerbsbeitrag "Rust & Bone" von Jacques Audiard in das reguläre Festivalprogramm gestartet.
Ein Mann, der keinem Kampf aus dem Weg geht, aber den Dingen den Rücken kehrt, wenn es ernst wird, trifft darin auf eine Frau, der ihr Leben nicht genügt und die es erst wieder langsam zu schätzen lernt, als sie bei einem Unfall beide Beine verliert. In den Hauptrollen geben sich Marion Cotillard und Matthias Schoenaerts Halt, die Presse spendete für das physisch-realistische Liebesdrama kurzen, aber starken Applaus.
Audiard war vor drei Jahren mit dem engen und dichten Gefängnisfilm "Ein Prophet" einer der schärfsten Konkurrenten von Michael Hanekes "Das weiße Band" in Cannes. Nun stehen beide Filmemacher wieder im Wettbewerb, doch Audiards Film könnte kaum unterschiedlicher sein: "Wir wollten eine Liebesgeschichte porträtieren, mit viel Licht und großer Weite - und genau das haben wir gemacht", erzählte Audiard bei der Pressekonferenz: "Warum keine Liebesgeschichte in dieser Zeit der Krise?" Der Film basiert lose auf dem gleichnamigen Buch von Craig Davidson und zeigt den Transformationsprozess eines Boxers und einer Waltrainerin, die nach einer schwierigen Zeit im Leben ihren Überlebensinstinkt bemühen und beginnen Verantwortung zu übernehmen.
Audiard schuf einen sehr körperlichen, immer wieder aber auch schwebenden, losgelösten Film. Wie es ihr gelungen sei, eine Frau ohne Beine zu spielen, quittierte Cotillard bei der Pressekonferenz mit einem Lächeln. "Man muss seine Vorstellungskraft benützen."















