Die Hoffnung stirbt manchmal zuerst
Die Expeditions-Agentur rund um Cormac McCarthy, Denis Johnson und Pete Dexter, zuständig für Retourlos-Reisen zum Herz der Finsternis, bekam einen Neuzugang. Donald Ray Pollock liefert in "Das Handwerk des Teufels" den Beleg, dass die Hoffnung manchmal zuerst stirbt. Sein Sittengemälde aus diversen Kleinkaffs im Süden der Staaten, angesiedelt in den fünfziger und sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts, zeigt eine heuchlerische klein- und großkriminelle Gesellschaft, in der alle, von den Predigern bis zum Sheriff, ihre Seelen zum Schleuderpreis verkaufen. Eine Chronik der Hoffnungs- und Ausweglosigkeit auf hohem literarischem Niveau, in der auch Tea Party lässt mit ihrem Geistes- und Moraldampf grüßen lässt. WERNER KRAUSE Donald Ray Pollock. Das Handwerk des Teufels. Liebeskind, 304 Seiten, 20,50 Euro.














