Gustav Mahler im Westentaschenformat
Die Jeunesse bringt Mahlers 1. Symphonie in einer neuen kammermusikalischen Fassung.
KLAGENFURT. "Der Titan" lautet der Beiname von Mahlers 1. Symphonie. Ein Beiname, der einen großen Klang und ein großes Orchester suggeriert. In der Originalfassung ist auch eine Besetzung von rund 80 Musikern vorgesehen. Aber es existieren auch zahlreiche Bearbeitungen für Kammermusik.
"Die Schwierigkeiten bei so einer Bearbeitung bestehen darin, der Essenz des Stückes, den Farben und der Klangfülle gerecht zu werden, damit es auch richtig nach Mahler klingt", so der Jeunesse-Chef Wolfgang Czeipek, der dieses Werk heute Abend mit dem Kammerensemble Gustav Mahler Klagenfurt mit nur 18 Musikern im Konzerthaus aufführen wird: "Wir haben die neueste Version von Klaus Simon gewählt, die 2008 entstanden ist." Es musizieren ausschließlich Stimmführer des Kärntner Sinfonieorchesters, jeder vertritt solistisch eine Instrumentengruppe.
"Wichtig ist, dass der Dirigent das Stück auch schon in der Originalfassung geleitet hat, um zu wissen, worauf es ankommt", erzählt Czeipek, der die Symphonie in der großen Fassung selbst schon rund zehn Mal dirigiert hat. Und ins Schwärmen gerät: "Ätherisch schön und voll purer Emotion", so sieht er das ?uvre von Mahler: "Er hat die symphonische Welt völlig auf den Kopf gestellt." HC
Gustav Mahler "Symphonie Nr. 1". Kammerensemble Gustav Mahler. 7. Mai, 19.30 im Konzerthaus Klagenfurt. Karten: Tel. (0463) 50 40 72.















