Gustav Klimt: Genie im Großen und im Kleinen
Gustav Klimt (1862 - 1918) ist die zentrale Persönlichkeit einer Blütezeit österreichischer Kultur. Das Leopold Museum rückt ihn als Künstler und privat ins Zentrum einer opulenten Schau.

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Vor 150 Jahren, am 14. Juli 1862, wurde Gustav Klimt geboren. Grund genug ein Klimt-Jahr auszurufen und Wien (mehr noch als sonst) zur Klimt-Stadt zu machen. Das Angebot ist gewaltig, der Slogan "Klimt total" kein leeres Versprechen.
Von der Albertina bis zum Wien Museum zeigt man, was man hat. Und man hat reichlich. Das Belvedere verfügt über die weltweit meisten Klimt-Gemälden (22). In "Gustav Klimt. Die Zeichnungen" rückt die Albertina 170 grafische Arbeiten aus eigenen Beständen ins Zentrum. Den weltweit größten Bestand an Klimt-Zeichnungen (400) holt das genannte Wien Museum aus seinen Depots (ab 16. Mai).
Absolut nicht arm an Klimt-Werken ist das Leopold Museum, welches "Klimt persönlich" vorstellt. Unter anderem mit Hauptwerken des Malers, aber auch mit 400 Postkarten aus der Sammlung Leopold und der Österreichischen Nationalbibliothek. Sie ist nicht der einzige Leihgeber der so beeindruckenden wie informativen Schau. "Der goldene Ritter", gemalt 1903, wurde aus dem japanischen Nagoya eingeflogen. Weniger weit war die Anreise für eine 1916 entstandene "Schönbrunner Landschaft" aus Grazer Privatbesitz. Weitere Exponate kommen aus den USA, aus Großbritannien und der Schweiz.
Obwohl Klimts persönlicher Nachlass sehr zerstreut, von seiner Lebensgefährtin Emilie Flöge teils verbrannt wurde, förderten Kurator Tobias Natter und seine Kollegen Peter Weinhäupl und Franz Smola einen stattlichen Fundus zutage. Passende Ergänzung ist "Wien 1900", die Neuaufstellung des Kernbereichs der Sammlungen von Rudolf Leopold umfasst ein ganzes Stockwerk und bietet neben Malerei und Grafik auch Möbel, Silber, Glas und Schmuck. Klimt, Koloman Moser und Josef Hoffmann sind zentrale Persönlichkeiten dieser kulturellen Blütezeit.















