Von Goisern und Gabalier räumen ab
Mundart ist hoch im Kurs im Popgeschäft: Im Wiener Volkstheater wurden die Amadeus Austrian Music Awards vergeben und präsentierten zwei große Gewinner - Andreas Gabalier und Hubert von Goisern. Posthume Ehrung für Ludwig Hirsch.

Foto © APANächster Award für Andreas Gabalier
Andreas Gabalier, im vergangenen Jahr mit seinen Alben Verkaufsschlager Nummer Eins in Österreich, wurde als Bester Live Act und in der Kategorie Schlager ausgezeichnet, Hubert von Goisern wiederum konnte sich nach seinem ersten Nummer-Eins-Hit "Brenna tuats guat" auch über den Amadeus für das Album des Jahres ("EntwederUndOder") sowie den Pop/Rock-Award freuen.
Und auch in den weiteren Kategorien gab es durchwegs dialekt-freudige Gewinner: Der Song des Jahres kommt vom Vorarlberger Holstuonarmusigbigbandclub ("Vo Mello bis ge Schoppornou"), die härtesten Saiten aus Österreich zieht augenscheinlich die oberösterreichische Formation Krautschädl auf, die mit ihrer Mischung aus Metal, Ska und Alternative Rock die Kategorie "Hard & Heavy" für sich entscheiden konnte. Wiener Lied in modernem Gewand liefern 5/8erl in Ehr'n: Die fünfköpfige Band durfte den Amadeus in der Kategorie "Jazz/World/Blues" entgegennehmen.
Hirsch für Lebenswerk posthum geehrt
Dass Rap "(k)a Ponyhof" ist, stellte die HipHop-Formation Die Vamummtn vergangenes Jahr mit ihrem Debütalbum fest, heute durfte sie sich über einen Amadeus in der entsprechenden Kategorie freuen. Etwas kurios dafür die Auszeichnung für den besten Alternative-Act, der an die Punkband 3 Feet Smaller ging: Erst vor wenigen Tagen gab die Gruppe rund um Frontmann Marcus Smaller bekannt, vorrübergehend eine kreative Pause einlegen zu wollen. Weiterhin sehr aktiv dagegen Parov Stelar, der vor kurzem das Album "The Princess" vorlegte: Der bereits zweimal für einen FM4-Award nominierte DJ konnte heuer die Fachjury-Nominierung in der Kategorie "Electronic/Dance" beim anschließenden Online-Voting in eine Auszeichnung ummünzen. Der FM4-Award ging an M185, die Jungen Zillertaler wiederum gingen in der Kategorie "Volkstümliche Musik" als Sieger hervor.
Die Auszeichnung für das Lebenswerk ging posthum an den im vergangenen November verstorbenen Musiker Ludwig Hirsch. Mit leeren Händen nach Hause gingen dafür die jeweils dreifach nominierten Electro Guzzi und die Trackshittaz. Die diesjährigen Song Contest-Starter für Österreich durften dafür mit einem Auftritt zum musikalischen Rahmenprogramm bei der zwölften Auflage der Amadeus Awards - die Pause im vergangenen Jahr hatte vorwiegend wirtschaftliche Gründe - beitragen, das u.a. noch von Preisträger von Goisern oder Austropop-Legende Wolfgang Ambros bestritten wurde. Internationales Flair versprühte indes US-Sänger Jason Mraz, der sowohl solo als auch gemeinsam mit der heimischen Musikerin Saint Lu die Bühne im Volkstheater zur musikalischen Darbietung nutzte.
Features
Gabalier im Interview
Fotoserie
Die Sieger
- Album des Jahres: Hubert von Goisern - "EntwederUndOder"
- Song des Jahres: Holstuonarmusigbigbandclub - "Vo Mello bis ge
- Best Live Act: Andreas Gabalier
- FM4-Award: M185
- Alternative: 3 Feet Smaller
- Electronic/Dance: Parov Stelar
- Hard & Heavy: Krautschädl
- HipHop/RnB: Die Vamummtn
- Jazz/World/Blues: 5/8erl in Ehr'n
- Pop/Rock: Hubert von Goisern
- Schlager: Andrea Gabalier
- Volkstümliche Musik: Die Jungen Zillertaler
- Lebenswerk: Ludwig Hirsch

















