"neuebuehnevillach": Sterben will keiner, aber einer muss
Im umgebauten Saal 1 des Stadtkinos Villach zeigt die "neuebuehnevillach" am 10. Mai die Uraufführung des als Musiktheater adaptierten Buches "Sunrise" von Michael Köhlmeier - eine Vorausschau.

Foto © APAMichael Köhlmeier
Im umgebauten Saal 1 des Stadtkinos Villach zeigt die "neuebuehnevillach" am 10. Mai die Uraufführung des als Musiktheater adaptierten Buches "Sunrise" von Michael Köhlmeier. Dazu gaben die Macher am Montag in einer Pressekonferenz eine Vorausschau auf ihre Arbeit. Regisseur Anselm Lipgens inszeniert die Geschichte um Leo, der eigentlich sterben soll, das Pech der Stripperin Rita und den Tod, dem es beim Wurf seiner Sichel offensichtlich an Konzentration mangelt.
Zufall
Ausgangspunkt des Geschehens ist der Zufall, welcher der Vorsehung mitten am Hollywood Boulevard ganz gewaltig in die Quere kommt. Statt Leo trifft der Tod Rita und hält ob dieses Missgeschicks erst einmal die Zeit an. Freiwillig meldet sich keiner zum Sterben aber weil einer muss, gibt der ratlose Tod beiden die Chance, je eine halbe Stunde um ihr Leben zu reden.
Mitgerissen in die zeitlose Blase wird praktischerweise eine Band, in welcher der Komponist der live gespielten Songs, Fritz Rainer, selbst die Schlagzeugsticks schwingt. Ebenso ergeht es den vier Insassen jenes Autos, das den Flug der Todessichel veränderte und somit für das absurde Dilemma verantwortlich ist. Ihnen kommt die Aufgabe zu, die Geschichten der Protagonisten für das Publikum zum Leben zu erwecken. In den Hauptrollen sind Angela Ahlheim, Philip Leenders und Mario Linder zu sehen.
Mit der Bespielung des Kinosaals befindet sich die "neuebuehnevillach" auf Expansionskurs. Mit knapp 200 Sitzplätzen wird die Kapazität gegenüber dem Kellertheater beinahe verdoppelt. Derzeit ist eine weitere Produktion im Kino für den Herbst geplant.















