Crossing Europe: Besucherrekord, "unterfinanziert"
Das internationale Filmfestival Crossing Europe geht heute, Sonntag, in Linz bei strahlendem Wetter und mit einem neuen Besucherrekord zu Ende. Knapp 21.000 Personen und damit um 2.000 mehr als im Vorjahr wurden in den Vorstellungen, Ausstellungen, Diskussionen und in der Nightline gezählt. Dennoch "ist das Festival nach wie vor klar unterfinanziert", betonte Christine Dollhofer.
"Die Erfolgsbilanz und das hochkarätige Programm können nicht darüber hinwegtäuschen, dass eine dringende Aufstockung der Budgetmittel notwendig ist", so die Intendantin. Man brauche mehr Geld, um einerseits die Zukunft von Crossing Europe zu sichern und andererseits anstehende strukturelle Verbesserungen in Angriff nehmen zu können. Genau in diese Richtung werde für 2013 mit Fördergebern und Sponsoren weiterverhandelt, erklärte Dollhofer.
Das Linzer Filmfestival musste wie berichtet nach dem Ausstieg von A1 aus dem Sponsoring heuer in seiner neunten Ausgabe mit rund 480.000 Euro und damit um 30.000 weniger als 2011 auskommen. Nur durch enormen Einsatz und ein eingespieltes Team sei das Festival in dieser Form machbar gewesen, betonte die Intendantin.
Als zusätzliche Spielstätte hat sich der neu eröffnete Ursulinensaal im OÖ Kulturquartier bewährt, der mit fast 400 Sitzplätzen die Platzprobleme von Crossing Europe deutlich verminderte. Im offiziellen Programm liefen insgesamt 146 ausgewählte Spiel-, Dokumentar- und Kurzfilme aus 43 verschiedenen Ländern - davon 96 Österreich-Premieren (darunter 22 Uraufführungen).
Das polnische Drama "Z daleka widok jest piekny/It Looks Pretty from a Distance" wurde Samstagabend mit dem Hauptpreis prämiert. In der Gunst des Publikums lag "Weekend" (Großbritannien 2011) von Andrew Haigh voran. Die Auszeichnungen wurden von Kulturministerin Schmied verliehen.















