Star-Dirigent Masur bei Konzert in Paris gestürzt

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Der deutsche Star-Dirigent Kurt Masur ist nach Berichten der französischen Nachrichtenagentur AFP am Donnerstagabend während eines Konzerts in Paris gestürzt. Anschließend sei der 84-Jährige zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht worden, hieß es unter Berufung auf eine Sprecherin von Radio France, zu dem das französische Nationalorchester gehört.
Masur leidet an der Parkinson'schen Krankheit. Es ist nicht das erste Mal, dass er während eines Konzertes stürzte. Einzelheiten zum Gesundheitszustand des Star-Dirigenten wurden zunächst nicht mitgeteilt. "Er ist bei Bewusstsein und spricht auch ganz gut", sagte Orchestersprecherin Camille Grabowski lediglich.
Der Zwischenfall ereignete sich den Angaben zufolge in der zweiten Hälfte des Konzertes mit Stücken von Tschaikowski und Schostakowitsch. Nach Angaben Grabowskis stolperte Masur bei der 6. Symphonie von Tschaikowski im Gang vor den ersten Zuschauerrängen auf dem Weg zu einem kleinen Podium.
Der in dritter Ehe mit der japanischen Sopranistin Tomoko Sakurai verheiratete Masur gilt als einer der populärsten zeitgenössischen deutschen Dirigenten. Der fünffache Vater hatte als Gewandhauskapellmeister fast drei Jahrzehnte lang das Leipziger Musikleben geprägt. Außerdem leitete er die prestigeträchtigsten Orchester in New York, London oder Paris und unternahm zahlreiche Konzerttourneen, die ihn durch die ganze Welt führten. Masur wurde mit Auszeichnungen und Ehren überhäuft und wurde nach der Wende auch Ehrenbürger der Stadt Leipzig.















