Edles Fundraising-Dinner in der Albertina

Foto © APA
Nobel speisen als Unterstützung für die hohe Kunst: Die Spitzen der heimischen Society haben sich am Mittwochabend in der Albertina eingefunden, um an einem Fundraising-Dinner teilzunehmen. Die 390 Gästen spendeten insgesamt 200.000 Euro, freute sich Museumsdirektor Klaus Albrecht Schröder. Mit dem Geld wurde ein Bild von Arnulf Rainer angekauft. Als Geschenk gab es vom Künstler ein weiteres Werk.
Das gekaufte Oeuvre heißt "Schlaf" (1973/74). "Es ist sicher eines der bedeutendsten Werke der österreichischen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts", erklärte Schröder. Beim zweiten Bild, dem Präsent, handelt es sich um die "Müde Pose I" (1975). Auch über diesen Neuzugang ist der Direktor begeistert: "Ich konnte mich damals gar nicht entscheiden, was wir nehmen sollen." Jetzt sei man in der glücklichen Situation, zwei Werke Rainers aus seiner wichtigsten Zeit der Fotoübermalungen zu besitzen.
Die Trennung von den Werken fiel Rainer nicht schwer: "Naja, die sind schon sehr alt, nicht? 30 Jahre her, die habe ich unter Umständen schon vergessen." Er begründete sein Geschenk: "Als Künstler hat man der Albertina viel zu verdanken. Und es ist ein sehr viel besuchtes Haus." Bedingung sei gewesen, "dass immer alles zu sehen ist". Auch privat besucht er das Museum und schaut sich Ausstellungen an, auf Seitenblicke-Events findet man ihn hingegen kaum: "Ich muss dauernd malen und habe nur immer meine Malerei im Kopf. Kontakte sind mir nicht so wichtig, da schiebe ich andere vor. Frau und Tochter sind eh da."
Die Gäste durften bereits einen Blick auf die beiden Werke werfen: Diese wurden in einer extra für diesen Abend arrangierten Ausstellung zusammen mit weiteren Rainer-Bildern ausgestellt. "Ich finde, diese Arbeiten vom Rainer haben so was Archaisches, so ein auto-aggressives Moment und das ist unheimlich beeindruckend", lobte die Künstlerin Xenia Hausner ihren Kollegen. Sie ist ein Rainer-Fan und besitzt sogar eines seiner Werke. Unter den Gästen war auch Milliardärin Ingrid Flick, die Kunst sammelt: "Ich mische sehr gerne durch und habe vom 18. Jahrhundert bis zur modernen Kunst alles gesammelt."
Für den kulinarischen Hochgenuss mussten die Gäste tief in die Tasche greifen. Ein Platz beim Dinner kostete 500 Euro. Der Einladung Schröders und Konrads folgten u.a. auch "Krone"-Chef Christoph Dichand sowie seine Ehefrau und "Heute"-Herausgeberin Eva Dichand, Post-Chef Georg Pölzl, Pianist Rudolf Buchbinder, Architekt Gustav Peichl, Casinos-Austria-General Karl Stoss, Ex-ORF-Chefin Monika Lindner, Hotel Sacher-Geschäftsführerin Elisabeth Gürtler, Nationalbibliothek-Generaldirektorin Johanna Rachinger, Ex-Goalie Michael Konsel, Entertainer Felix Dvorak und Porr-Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Strauss.














