Die Sensibilität des Cellos
Bruno Weinmeister im Congress Center Villach.
Sehnsuchtsvoll romantisch strömte die Kantilene des zweiten Satzes aus seinem edlen Instrument. Bruno Weinmeister gilt nicht umsonst als gefragter Cellist. Beim einzigen Cellokonzert in a-Moll von Robert Schumann faszinierte der gebürtige Salzburger im Congress Center Villach mit ungemein feinen, sensiblen und ergreifenden Tönen von großer Ausdruckskraft. Er wurde zu Recht bejubelt und bedankte sich mit einem Encore.
Agierte hier und bei Schumanns "Szenen aus Goethes Faust" die Staatskapelle Weimar unter ihrem recht gestenarmen Generalmusikdirektor Stefan Solyom zwar immer sehr transparent, aber zu zurückhaltend und sogar spannungsarm, so konnte das deutsche Traditionsorchester bei Ludwig van Beethovens populärer "Eroica" beinahe uneingeschränkt beeindrucken: Abgesehen von kleineren Unreinheiten wurde diese Symphonie mit vielen Farbmischungen, Akzenten und großer Hintergründigkeit, besonders im Trauermarsch, musiziert, wobei jedoch auch hier letztlich der Funke zum Hingerissensein nicht übersprang.















