Drei Kärntner Vollblutmusiker aus Armenien
Der Musikverein lud zum großen Asatrian-Abend.
Feuerrot war das geschmackvolle Kleid aus ihrer Heimat, rabenschwarz und prächtig ihre lockige Haarmähne. Und auch sonst ist sie eine Augenweide. Einfühlsam und berührend ließ Anna Hakobyan ihre Geige weinen, dann musizierte sie mit feurigem Temperament und flinkfingriger Rasanz. Kraftvoll wie auch leidenschaftlich und mit höchster technischer Virtuosität bediente ihr Mann Karen Asatrian dazu das Klavier: Beide sind ein absoluter Hörgenuss. Duo Masis, so nennt sich das Musikerpärchen aus Armenien. Masis heißt der Berg Ararat auf Armenisch.
Im übervollen Jazzclub Kammerlichtspiele ließ der Musikverein die beiden jetzt aufspielen und fand ein begeistertes Publikum. Filmmusik von Charlie Chaplin ("Ouverture"), der ja auch sein eigener Komponist war, und Ennio Morricone ("Once Upon In America") war zu genießen. Und auch Tangos von Carlos Gardel und Astor Piazzolla ("Revirado" oder Liber Tango") durften nicht fehlen. Nach einem Block armenischer Folkmusik wie Krunk (Kranich) und dem entzückenden Kaqavik (Rebhühnchen) folgte noch "Gipsy music". Alle Nummern, von Karen Asatrian gekonnt arrangiert, wurden in völliger Symbiose, hoch emotional und variantenreich interpretiert, darunter auch der mitreißend gespielte "Säbeltanz" von Aram Khatchaturian als Zugabe.
Als "Überraschungsgast" konnte man dazwischen den der erst 15-jährigen, hochbegabten Sohn Erik Asatrian, diesjähriger Gewinner des Landeswettbewerbes von "Prima la Musica" am Klavier, mit einer raffinierten Komposition seines Vaters ("Sindbad der Seefahrer") erleben.
Features
Fakten
Wiederholung: am 23.4. Restkarten: 0463/55410 oder an der Abendkasse















