Kammersänger Heinz Holecek gestorben

Foto © APA
Der Wiener Kammersänger Heinz Holecek ist am Freitag an seinem 74. Geburtstag gestorben. Das berichtet der ORF unter Berufung auf die Familie des Künstlers. Holecek war nach einem Zusammenbruch im Februar, als er auf offener Straße einen Atem- und Kreislaufstillstand erlitt, im Koma gelegen.
Der Sänger wurde 1938 geboren, sang Oper und Operette ebenso wie Wienerlieder, trat als Entertainer und Parodist auf. Holecek, der immer wieder auch mit sozialem Engagement von sich reden machte, wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit der Ehrenmedaille Wiens in Gold.
Bereits kurz nach Bekanntwerden der Todesmeldung trafen die ersten betroffenen Reaktionen aus Kultur und Politik ein. "Heinz Holecek war ein wichtiger musikalischer Botschafter Österreichs. Als Interpret des Wienerliedes machte er weltweit diese spezielle österreichische Eigenart bekannt und beliebt", würdigte Kulturministerin Schmied den "Allroundkünstler": "Mit seiner Fröhlichkeit, seinem Charme und seinem Witz half er vielen Menschen in deren schweren Zeiten. Österreich hat durch seinen Tod einen herausragenden Vertreter des populären Kulturlebens verloren, wir werden ihn sehr vermissen."
"Mit Kammersänger Heinz Holecek verliert die Volksoper und die Musikwelt einen Ihrer größten Lieblinge der letzten Jahrzehnte, einen Giganten unseres Ensembles, der sich mit unzähligen Rollen beginnend vom Papageno bis zum Frosch in die Herzen des Publikums gespielt hat", schrieb Volksopern-Direktor Robert Meyer. "Die Volksoper trauert um ihren lieben Honzo. Er wird uns unvergessen bleiben."
"Mit Heinz Holecek verliert Wien eine der vielseitigsten Künstlerpersönlichkeiten der österreichischen Opern-und Operettenszene", reagierte Kulturstadtrat Mailath-Pokorny tief betroffen auf den Tod des Sängers und Komödianten. Heinz Holecek habe "als Künstler und Mensch viel für Wien getan": "Mit seinen Liedern, seinem umwerfenden Humor, seiner Originalität und seiner großen Menschlichkeit hat er viel zu einem lebenswerten Wien beigetragen."
Auch ÖVP-Kultursprecherin Silvia Fuhrmann zeigte sich "sehr traurig und betroffen": "Er war ein Beispiel an künstlerischem Tiefgang und Menschlichkeit und wird uns in seinen vielen Rollen genauso wie in seinem sozialen Engagement immer im Gedächtnis bleiben."
Die Wiener Staatsoper bekundete ebenfalls ihre Betroffenheit. Man trauere um eine "große Künstlerpersönlichkeit" und ein "langjähriges Ensemblemitglied", hieß es in einer Aussendung.















