Leidensweg statt "Sister Act"-Spaß
"Jesus Christ Superstar" als konzertantes Osterprogramm.
WIEN. Es ist noch ein Erbe von Kathrin Zechner als Intendantin der Vereinigten Bühnen Wien. Ihr Nachfolger, Christian Struppeck, tritt ja erst mit 1. Mai seinen Fünf-Jahres-Vertrag an und soll seine erste Produktion 2013 präsentieren. Zu Ostern pausiert also "Sister Act" im Ronacher, um "Jesus Christ Superstar" als konzertantes Special Platz zu machen.
Was keine Ferien für die "Sister Act"-Darsteller bedeutet, singt doch Drew Sarich die Titelrolle, während Ana Milva Gomes, die eingeschleuste Schwester im Nonnen-Musical, als Maria Magdalena glänzt. Beide lassen keine Wünsche offen, Sarich wurde während der Premiere mit Standing Ovations gefeiert.
Ehe "Jesus Christ Superstar" von Tim Rice und Andrew Lloyd Webber 1972 seinen Erfolgszug um die Welt antrat, wurde die "Rockoper" ebenfalls als szenische Aufführung in einer New Yorker Kirche aus der Taufe gehoben. So wird nun auch in Wien noch deutlicher, wie kompakt dieses Werk ist, dass es im Gegensatz zu anderen Musicals von Lloyd Webber auch als Konzeptalbum durchgehend die Spannung hält und kein großartiges Bühnenbild, keinen technischen Aufwand benötigt. Einiges wird in den letzten sieben Tagen Christi angedeutet - das genügt. Das Ensemble lebt seine Rollen voll und ganz. Sarich, der sowohl in den rockigen als auch sanften Momenten überzeugt, entwickelt sich immer mehr zum Publikumsmagneten. Der Uwe Kröger von heute ohne Schmalz. CHRISTIAN UDE
Jesus Christ Superstar. The Rock-Musical in Concert. Wien, Ronacher. Bis 8. April außer 4. April. Karten von zehn bis 65 Euro: Tel. (01) 588 85. www.musicalvienna.at














