Wiener Konservatorium baut Masterprogramm um
Das Wiener Konservatorium plant eine umfassende Reform seiner Masterstudiengänge. Unter dem Motto "Aus Genies werden Teamplayer" sollen an der städtischen Privatuniversität künftig drei interdisziplinäre Masterprogramme zu Kunstproduktion, Kunstvermittlung und Social Design gegen das tradierte Bild vom Meisterschüler, der "in Einzelhaft übt", antreten.
"Im Master sollen die Studierenden selbst Verantwortung übernehmen", so der künstlerische Leiter Ranko Markovic. Die Voraussetzungen für einen künstlerischen Beruf sollen ohnehin bereits im vierjährigen Bakkalaureat geschaffen werden - "ich halte es nicht für sinnvoll, danach noch 'more of the same' zu machen", betonte Markovic. "Noch ein bisschen mehr Stücke, schnellere Tonleitern, schönere Fotos oder ein längeres Visum".
Stattdessen sollen die noch einmal strenger ausgewählten Masterstudenten in selbstständig tätigen Teams Projekte erarbeiten und sich bei künstlerischen Fragestellungen vernetzen - vielleicht auch solche Studenten, die nach dem erfolgreichen Beginn einer Berufslaufbahn noch einmal an die Universität zurückkommen möchten.
"Die Erfahrung ist, dass die, die sehr gut sind, schon früh zu arbeiten beginnen", gibt Markovic zu bedenken. Die rund 250 Studienplätze, die für die drei neuen Master zur Verfügung stehen werden, sollen also nicht noch mehr "Frischfleisch für den etablierten Markt" liefern, sondern die Universität als Raum gemeinsamer künstlerischer Forschung etablieren. Neben Kunstproduktion und Kunstvermittlung wird Social Design gemeinsam mit der Angewandten entwickelt - als erstes Joint Degree zwischen einer Bundes- und einer Privatuniversität. Derzeit befinden sich die neuen Programme noch in der Planungsphase, 2013/14 möchte man sie akkreditieren, 2016/17 stünde dann die erste Evaluierung an.















