Neues Filmfestival in Wien blickt nach Osten
Ein neues Filmfestival, das sich dem jungen Kino aus dem osteuropäischen Raum verschrieben hat, ist am Dienstag in Wien vorstellig geworden. Mehr als 30 Spiel- und Dokumentarfilme werden heuer in Wettbewerben und bei Länderschwerpunkten von 28. Mai bis 3. Juni in der Urania und im Apollo Kino zu sehen sein, sagte die Gründerin Magdalena Zelasko.
Das Festival betitelte Zelasko gemäß der Abkürzung für Zentral- und Osteuropa "Let's CEE". Als "strategischen Partner" konnte man die Cineplexx-Gruppe gewinnen. Die Kinokette eröffnet derzeit in zahlreichen Städten am Balkan neue Filialen und will sich entsprechend auch für die Wahrnehmung des osteuropäischen Kinos in Österreich engagieren, wie Cineplexx-Geschäftsführer Christof Papousek erläuterte.
Man werde sich auch bemühen, den einen oder anderen der präsentierten Filme in den Verleih zu nehmen. Gute Chancen auf eine breite Kinoauswertung hat der Eröffnungsfilm "In Darkness" von Agnieszka Holland. Die polnische Regisseurin des Oscar-nominierten Weltkriegsdramas wird am 28. Mai auch in Wien sein.
Als Kuratoren für die Wettbewerbsschienen gewann Zelasko den Berlinale-Berater Nikolai Nikitin, der "ästhetisch wagemutiges Kino" und "Wien als cineastisch dürstende Stadt" schätzt, sowie die Filmkritikerin Rada Sesic. Begleitet wird das Herzstück von Länderfilmreihen zu Estland und Rumänien, einem eigenen Schulprogramm, einem Filmsymposium zur Identitätsfrage und einer Party-Schiene im Ost Klub. Die Strandbar Herrmann, in unmittelbarer Nachbarschaft zur Urania, dient als Festivalzentrum. Die Wettbewerbs-Auswahl wird erst bekanntgegeben.














