Jiri Georg Dokoupil ist Lovis-Corinth-Preisträger
Der deutsch-tschechische Maler und Zeichner Jiri Georg Dokoupil erhält den Lovis-Corinth-Preis 2012. Mit der Auszeichnung solle sein international bedeutendes Gesamtwerk gewürdigt werden, teilte das Kunstforum Ostdeutsche Galerie in Regensburg am Donnerstag mit.
Dokoupils Werk zeichne seine experimentellen künstlerischen Techniken aus sowie die Fähigkeit, ästhetische Konzepte und gesellschaftliche Phänomene analytisch zu durchdringen. Der Preis wird dem Künstler im Sommer 2013 übergeben, bei der Eröffnung einer Ausstellung im Kunstforum, die neuere Arbeiten Dokoupils zeigen wird.
Dokoupil wurde 1954 in Krnov in der damaligen Tschechoslowakei geboren, aus der er 1968 mit seinen Eltern nach Deutschland floh. Von 1976 bis 1978 studierte er in Köln, Frankfurt/Main und bei Hans Haacke an der Cooper Union in New York. Anfang der 1980er Jahre war er Gründungsmitglied der Kölner Künstlergruppe "Mülheimer Freiheit" - benannt nach der gemeinsamen Atelieradresse Mülheimer Freiheit 110 - und zählte zu den "Neuen Wilden". Als Lehrer wirkte Dokoupil von 1983 an mit Gastprofessuren an der Kunstakademie Düsseldorf, in Madrid, Amsterdam und Kassel.
Der 1974 erstmals vom Kunstforum und der KünstlerGilde ausgelobte Preis wird seit 2006 im Zweijahresrhythmus verliehen. Zu den Preisträgern gehören Karl Schmidt-Rottluff, Oskar Kokoschka, Markus Lüpertz, Sigmar Polke und Timm Rautert. Im Jahr 2010 wurde der Preis mit Unterstützung der Freunde und Förderer des Kunstforums mit 10.000 Euro dotiert.















