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    Zuletzt aktualisiert: 15.03.2012 um 20:30 UhrKommentare

    Von Glanz und Elend des Goldes

    Mit Gold wird nicht gegeizt bei zwei Wiener Ausstellungen. Nicht ganz von der Hand zu weisen, ist die Gefahr einer Überdosis.

    Ein attraktives, aber auch gefährliches Thema: Gold. "Richtiges Gold", wie Kurator Thomas Zaunschirm betont. Bei den Werken, die den Kunsthistoriker interessieren, muss tatsächlich das Edelmetall verwendet werden, nicht bloß Goldfarbe. Seit Jahren beschäftigt sich Zaunschirm mit der glänzenden Materie, "bei 850 Künstlern, die Gold verwenden, habe ich zu zählen aufgehört".

    Rund 200 Arbeiten von 125 Herstellern werden bei der Ausstellung "Gold" aufgeboten. Von ägyptischen Mumienporträts bis zu ganz aktuellen Exponaten. Ein faszinierendes Panorama, dem freilich immer wieder der eigene Glanz im Weg ist. Eine Auslichtung hätte der Inszenierung gut getan. Über den Daumen gepeilt, könnte man auf gut ein Viertel der Arbeiten verzichten. Weshalb sich Wortspiele mit Blattgold und Plattgold nachgerade aufdrängen.

    Aber die Qualitäten der Schau sind dennoch nicht zu übersehen, die Aufforderung zum Staunen nimmt man gerne an. So staunt man vor Frans van Mieris d. Ä. "Der Besuch des Arztes". Auf dem Bild von 1657 ist Gold überhaupt nicht sichtbar, aber der Malgrund ist vergoldetes Kupfer. Man staunt vor Emil Orliks "Japanischer Garten" oder Imi Knoebels "Mennigebild".

    Intelligenz & Witz

    Man freut sich über die ästhetische Intelligenz von James Lee Byars, Abbas Akhavan, Joachim Baur, Guillaume Bruère, Herbert Mehler, Arik Brauer.

    Dass Gold auch mit subtilem (Wort)Witz und (Selbst)Ironie erhellen kann, zeigen erfreulich viele Beiträge. So Ian Anülls "Reden ist Silber Schweigen ist Gold" und John M. Armleders "Siro". Bei Letzterem wird Anti Tauben-Stacheldraht zum Werkstoff für feinste Schatten-Grafiken. Pointiert ein Objekt aus Goldrahmen von Kolkoz. Ein diesbezüglicher Höhepunkt ist ein ganzer Raum mit Arbeiten von Nedko Solakov.

    Eine wahre Fundgrube ist das Katalogbuch, in dem auch Aspekte, die in der Schau aus unterschiedlichen Gründen zu kurz kommen, behandelt werden. Und Arbeiten zu sehen sind, die aus ebenso unterschiedlichen Gründen nicht nach Wien transferierbar waren. Ein Beispiel: Lygia Papes 2009 bei der Biennale Venedig stark beeindruckende Installation aus Goldfäden.

    Nicht in "Gold", aber sonst dafür fast überall in Wien sind derzeit Werke des "Goldenen Gustav" zu sehen. Mit Gold gehöht sind einige der Blätter, mit welchen die Albertina den Fokus auf den virtuosen Zeichner Klimt richtet. "Der Goldene Stil" ist Titel über Werken der Jahre von 1903 bis 1908. Jener Zeit, in der Klimt als Maler und Grafiker seine berühmtesten Bilder schuf, darunter das Bildnis "Adele Bloch-Bauer I" (1907).

    130 ihrer 170 Klimt-Zeichnungen zeigt die Albertina. Dazu kommen Leihgaben, darunter noch nie in Österreich gezeigte wie "Fischblut" (1897/98), eine Illustration für die Secessions-Zeitschrift "Ver Sacrum", und eine große Übertragungsskizze für "Die drei Lebensalter".

    WALTER TITZ

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